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Cecilie Ullerup Schmidt & Matthias Meppelink
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 LES PETITES MORTS
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  Trailer / Simone Aughterlony: We need to talk

Videoaufnahme der Vorstellung am 24.03.2012 im HAU 3, Berlin.
Länge: 71 min.
Aufnahmeformat: HD (720p50) | XDCAM EX
Kamera & Editing: Walter Bickmann

Simone Aughterlony: We need to talk

Premiere: 23. März 2012

www.hebbel-am-ufer.de

www.aughterlony.com

Konzept, Performance: Simone Aughterlony
Musik: "Sounds of Earth", Golden Record compiled by Nasa in 1977
Musikalische Leitung: Marcel Blatti
Dramaturgie: Jorge León
Lichtdesign: Ursula Degen
Grafikdesign: BIV Grafik Zürich
Eine Produktion von Verein für allgemeines Wohl, in Koproduktion mit Theaterhaus Gessnerallee Zürich und Dampfzentrale Bern. Gefördert von Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung.

Simone Aughterlony schloss 1995 ihr Studium an der New Zealand School of Dance ab. Seit sie nach Europa gezogen ist, hat sie mit verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern in sehr unterschiedlichen Projekten gearbeitet, als Performerin wie auch als Choreografin. 2000 stiess sie zu Meg Stuart und ihren Damaged Goods und arbeitete mit ihr an Projekten wie "Highway 101" und "Alibi". 2003 trat sie mit ihrer ersten eigenen Performance «Public Property» an die Öffentlichkeit. Seither hat sie mehrere Stücke mit Künstlern verschiedener Sparten geschaffen. Ihre letzte Arbeit war die Trilogie "To Serve" mit dem Filmemacher Jorge León über die Lebenswelt von Hausangestellten und dem Machtgefüge von Dienen und Bedient-Werden.

"Wenn wir über die nächsten 100 Jahre hinaus weitermachen wollen, dann liegt unsere Zukunft im Weltraum." Stephen Hawking, TED Talk 2008

"We need to talk", dieser Satz riecht nach einer Krisensituation, einem Ultimatum, der Aufforderung, sich unangenehmen Dingen zu stellen. Fast immer verbindet sich mit ihm ein flaues Gefühl im Magen und der Verdacht, dass man schon viel zu lange versucht, das Unvermeidbare zu vermeiden. Von allen Seiten erreichen uns Meldungen von Umweltkatastrophen und apokalyptische Vorhersagen, ein beständiges Beharren auf den Untergang, das sich zwischen uns und jede Idee von Zukunft stellen will. Können wir uns eine Zukunft vorstellen, in der unsere Erfahrungen, unser Wissen und die Modelle, an denen wir uns orientieren, keine Spuren hinterlassen haben?

Simone Aughterlony geht diesen Fragen nach, indem sie ihren Blick zunächst in die Vergangenheit richtet. 1977, in dem Jahr, in dem sie zur Welt kam, schickte die NASA die Raumsonden Voyager 1 und 2 ins All, um Informationen über unser Sonnensystem und darüber hinaus zu sammeln. Zweck dieser immer noch andauernden Reise ist, dem Ursprung des Universums nachzugehen und so zugleich Informationen über seine Zukunft zu sammeln. An Bord der Voyager befindet sich neben allerlei Geräten eine goldene Schallplatte mit einer Auswahl von Klängen, Bildern und Musik, die das Leben auf dem Planeten Erde dokumentieren soll und für jene außerirdischen Zivilisationen bestimmt ist, denen die Voyager auf ihrer Reise begegnen könnte. Die eklektische Sammlung von Musik auf der Platte liefert die dramaturgische Spur für "We need to talk" – Simone Aughterlony bewegt sich tanzend an Monumenten klassischer und moderner Musik entlang, auf der Suche nach Nähe, nach Gemeinsamkeiten. "Wir beide, die Platte und ich, wurden 1977 auf unseren Weg geschickt, und wenn diese Platte für die Menschheit stehen soll, dann müsste ich eine Verbindung zu ihr spüren oder zumindest in der Lage sein, ihre Bedeutung in der Gegenwart zu entschlüsseln, während sie sich weiter Richtung Zukunft bewegt."

[Quelle: Abendzettel]