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Aufnahme: 15.01.2014 , HAU Hebbel am Ufer (HAU3) (Video © Walter Bickmann)

Begüm Erciyas

Eine Spekulation / A Speculation

HAU Hebbel am Ufer (HAU3)

Texte zur Produktion

begumerciyas.com

Wir hören andauernd wie unbegreifbar, abstrakt und immateriell Geld in der globalisierten Ökonomie geworden ist. Charakteristisch für Geld und seine Geschichte scheint ein langsamer doch radikaler Übergang von der Materialität eines Objekts bis zu seiner absoluten Immaterialität zu sein. Angesichts des Verlustes eines physischen Objekts stellt sich die Frage wie man Geld bewegen kann.

Eine Spekulation / A Speculation ist eine Choreografie für den Euro. Die Performer und Zuschauer spekulieren zusammen über die Bedeutung und physische Gegenständlichkeit der Währung. Sie konstruieren eine fiktionale Union, durch die poetische und humorvolle Beziehungen entstehen. Wie werden sich neue Prozesse der Mobilisierung materialisieren?

Begüm Erciyas 1982 in Ankara / Türkei geboren, lebt und arbeitet in Berlin seit 2010. Während ihres Studiums der Molekularbiologie und Genetik in Ankara, wurde Begüm Erciyas Mitglied von [laboratuar], einer Performing Arts Recherche- und Projektgruppe. Im Anschluss an die Universität absolvierte sie ihr Tanzstudium am SEAD Salzburg. 2006 erhielt Begüm Erciyas das DanceWeb Stipendium. Seitdem ist sie aktives Mitglied im Künstlernetzwerk Sweet and Tender. 2007/08 erhielt sie ein neunmonatiges Residenzstipendium der Akademie Schloss Solitude , außerdem war Begüm Erciyas 2009 Residenzchoreografin im K3- Zentrum für Choreografie | Tanzplan Hamburg und in der TanzWerkstatt Berlin 2011. 2012 erhielt sie ein Stipendium der Berlin Contemporary Arts Alliance Berlin (CAA Berlin) und 2014 wird sie für drei Monate Residenzkünstlerin in der Villa Kamogawa / Goethe Institute Kyoto sein. Ihre jüngsten Arbeiten sind Ballroom, das im Rahmen des EU Programms Looping 2010 präsentiert wurde, The Lake (Kampnagel Hamburg 2011, mit einer Wiederaufnahme 2014 in Berlin), MATCH, das während des Festivals Tanz im August 2011 Premiere hatte, sowie this piece is still to come (Kampnagel Hamburg, 2012)

António Pedro Lopes stammt aus Ponta Delgada, von den Azoren Inseln. Er bezeichnet sich als Kulturaktivist, der international tätig ist und in Lisabon und Rio de Janeiro lebt. Seine Aktivitäten umfassen eigene künstlerische Projekte und Performances, die er in Residenzen weltweit erarbeitet, Produktionen mit anderen Künstlern u.a. mit Jérôme Bel, Marco Berrettini, Gustavo Ciríaco, João Fiadeiro, sowie seine Tätigkeit als Singer/Songwriter der Band MELHOR AMIGO. Er schreibt für Magazine, entwickelt raumspezfische Arbeiten und Installationen in Galerien, in Theatern und auf der Straße. António Pedro Lopes kuratiert spartenübergreifende Festivals, wobei er immer nach unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit sucht.

Ewa Bańkowska (A/PL) ist eine Performerin, Tänzerin und Chorografin. Sie lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte internationale Beziehungen und Chorografie in Polen und Österreich (SEAD). 2007 erhielt sie die Turbo Residenz für Nachwuchkünsler beim Impulstanz Festival in Wien. Sie hat in der Zeit angefangen ihre eigenen Arbeiten zu entwickeln (u.a. enter and space 2008, how to touch the audience? 2009, dancing to songs 2009) und arbeitete dabei häufig mit Künstlern wie nadaproductions/Amanda Pina & Daniel Zimmermann, kabinett ad co/Paul Wenninger, Georg Blaschke, Clelia Colonna,/Inferno, studio 5/Andrea Maurer&Thomas Brandstätter. 2010 arbeitete sie bereits mit Begüm Erciyas in der Produktion Ballroom zusammen.

Felix Marchand erhielt seine Ausbildung in Hamburg an der Erika Klütz Schule und in Arnhem/ Niederlande am EDDC (European Dance Development Centre). 2009 absolvierte er sein Master in Solo Dance Authorship (SoDA) am Hochschulübergreifendem Zentrum Berlin. Seit 2002 arbeitet er als freischaffender Tänzer und Choreograf u.a. mit den Choreografen Thomas Lehmen, Martin Nachbar, Sommer Ulrickson, Jochen Roller, Silke Z., WILHELM GROENER, Liisa Pentti, Ji-Hyun Youn, Diego Gil, Martin Clausen/ TWO FISH, Irina Müller, Clement Layes, Beide Messies und Begüm Erciyas. Er kreiert seine eigene Arbeit in Kollaboration mit Ayara Hernández Holz und anderen eingeladenen Gästen unter dem Namen LUPITA PULPO. www.lupitapulpo.org

[Quelle: Abendzettel]

Besetzung & Credits

Konzept / Choreographie: Begüm Erciyas
Performance / Choreographie: Ewa Bańkowska, António Pedro Lopes, Felix Marchand
Künstlerische Beratung: Diego Agulló, Irina Müller, Mesut Arslan, Georg Hobmeier, Cecilie Ullerup Schmidt
Objekte: Stefan Demming
Lichtdesign / Technik: Christin Thielen
Soundbearbeitung / Komposition: jetzmann
Produktionsleitung: Barbara Greiner, Valerie De Visscher (0090)
Assistenz: Anne Schuh, Claire Schmartz
Produktion: Begüm Erciyas und Platform 0090, Antwerpen.
Koproduktion: Kaaitheater, Brüssel; HAU Hebbel am Ufer, Berlin; Kunstencentrum BUDA, Kortrijk; WP ZIMMER VZW, Antwerpen; PACT Zollverein Essen / Residenz; STUK Leuven / Residenz und House on Fire mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union.
Gefördert durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats und durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN) Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

HAU Hebbel am Ufer (HAU3)

Tempelhofer Ufer 10
10963 Berlin

hebbel-am-ufer.de
Karte

Tickets: +49 (0)30 259 004 27
tickets@hebbel-am-ufer.de

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Begüm Erciyas / Trailer und Videodokumentationen

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