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Aufnahme: 25.02.2016 , DOCK 11 (Video © Walter Bickmann)

David Hernandez

FOR MOVEMENT’S SAKE

DOCK 11

Texte zur Produktion

David Hernandez setzt mit FOR MOVEMENTS SAKE seine Recherche nach der reinen unverfälschten Bewegung und ihrem Verhältnis zur Musik fort. Bereits der Titel verweist auf Merce Cunninghams Feststellung, dass Tanz als eigenständige Sprache zu lesen ist, und keine andere Art von Begründung braucht. So untersucht er exakt den Grenzbereich, in denen Bewegungen gerade noch als bloß abstrakt oder bereits schon als Träger von Bedeutung und Kommunikation empfunden werden. Seine einzigartige Choreografie zur Musik des Barock-Komponisten Dieterich Buxtehude zeigt in einer außergewöhnlichen räumlichen Anordnung die Darsteller in einer fortwährenden Verwandlung, die ständig zwischen purer Schönheit und dem Vermögen zur Erzählung oszilliert.

David Hernandez greift auf eine jahrelange Erfahrung der Zusammenarbeit mit Meg Stuart und Anne Teresa De Keersmaeker zurück. Der ganz spezielle Ausgangspunkt seiner Bewegungsrecherche beruht auf der körperlichen Theatralität, die er in den ersten Jahren bei den Damaged Goods mitentwickelte sowie die ihn mit Rosas verbindende Herangehensweise an Musik und Bewegung.

David Hernandez, geboren in Miami, studierte Studiomusik, Jazz und Oper an der Universität von Miami und Tanz an der New World School of the Arts, bevor er nach New York ging, um bei der Trisha Brown Dance Company zu lernen. 1993 ging er mit Meg Stuart nach Europa, wo er mithalf, Damaged Goods in Belgien zu gründen. Er arbeitete fast fünf Jahre als Performer, Trainingsleiter und Stuarts Assistent bei der Compagnie. Später verließ er die Compagnie, um sich in Brüssel seinen eigenen Arbeiten zu widmen, und zwar unter dem Namen Edwardvzw. Er entwickelte das Improvisationsprojekt „Crash Landing“ (1996-1999) in Zusammenarbeit mit Meg Stuart und Christine de Smedt. Weitere Improvisationsprojekte entstanden für Festivals wie das Klapstuk, Springdance, Sum of the Parts u.a. Er tanzte in Improvisationen mit Künstlern wie Katie Duck, Steve Paxton, Vera Mantero und anderen. David ist ein international gefragter Dozent und unterrichtet seit 10 Jahren u.a. bei P.A.R.T.S. Er leitete das Performance Education Programm (PEP) in Leuven bei der Klapstuk Festival Residenz. Er erhielt Unterstützungen unter anderem von der Flämischen Regierung wie auch von anderen Produktionshäusern für die Realisierung seiner Arbeiten. Weiters fungiert er als Partner für das private Tanzstudio Dance Centrum Jette mit Roxanne Huilmand, das von der Belgischen Regierung unterstützt wird. Die letzteren Projekte waren in Zusammenarbeit mit Rebecca Murgi (Italien), Laborgras (Deutschland), Anouk Van Dijk Company (Niederlande), Anne Teresa De Keersmaeker und Rosas (Belgien). Er tanzte in der Kreation von Rosas „Cesena“, die 2011 beim Festival D’Avignon Premiere feierte. Seine choreografische Arbeit mit dem Arbeitstitel „Thirst“ wurde Anfang 2012 gezeigt. David Hernandez schreibt weltweit über Musik, Tanz, Bildende Kunst, Multimediale Kunst, Events, Didaktik und Experimentelles Theater und ist als Pädagoge, Performer und Schaffender/Regisseur/Dramaturg sehr gefragt.

Colas Lucot wurde in Besançon , Frankreich, geboren . Er begann ein Studium im Klassischen Tanz im Tanzzentrum Evelyne Agullo in Vesoul . Er zog dann nach Lyon , um seine Ausbildung am Centre National de Danse Rhone- Alpes für die folgenden sechs Jahre fortzusetzen. Während dieser Zeit arbeitete er mit verschiedenen französischen Dozenten und Choreographen zusammen. Nach dem Studium in Frankreich arbeitete er für ein Jahr mit Claude Brumachon und Angelin Preljocaj und zog anschließend nach Brüssel, um mit David Hernandez zu arbeiten. Bisher wirkte er in zwei Produktion „Hullaballoo“ und „Thirst“ von DH+ mit. Im gleichen Zeitraum arbeitete er weiterhin in Frankreich mit Angelin Preljocaj , Emilio Calcagno und Laura Arend. Darüberhinaus unterrichtet Colas Zeitgenössische Trainings im Studio Danscentrumjette und an der Kunsthumanoria in Belgien. Im Jahr 2012 war er mit Akram Khan für die Londoner Olympia- Eröffnungsfeier tätig. Colas arbeitet derzeit mit Gaetano Battezzato in Frankreich und weiter mit DH + für die kommenden Kreationen und Residenzen. Er unterstützt David Hernandez in dessen Lehrtätigkeiten an verschiedenen Institutionen und Städten weltweit und bei internationalen Festivals.

Renate Graziadei, geboren in Österreich, begann ihre Tanzausbildung in der Schweiz. Anschließend studierte und arbeitete sie 3 Jahre in New York, u.a. bei der Nina Wiener Dance Company. Zurück in Europa, arbeitete sie mit Rui Horta beim S.O.A.P. Dance Theatre Frankfurt und schloss sich danach der Hamburger Tanzgruppe COAX an. Neben der Realisierung eigener Projekte bei laborgras ist Renate Graziadei weiter an Produktionen anderer Künstler beteiligt. Sie unterrichtet darüber hinaus seit 1996 regelmäßig im In-und Ausland zeitgenössische Tanztechnik, Improvisation und Komposition. Eine enge Zusammenarbeit besteht seit 1999 mit dem Choreographen David Hernandez, seit 2004 arbeitet sie als Korrepetitorin und seit 2008 als Tänzerin bei Sasha Waltz & Guests. 2010 wurde sie in der Kritikerumfrage von ballett-tanz als beste Tänzerin des Jahres ausgezeichnet und 2015 erhält sie mit laborgras den von der Akademie der Künste verliehenen Kunstpreis Berlin in der Sparte Darstellende Künste.

[Quelle: www.dock11-berlin.de]

Besetzung & Credits

Choreographie, Konzept: David Hernandez in Zusammenarbeit mit Renate Graziadei, Nina Hänel und Colas Lucot
Tanz: Renate Graziadei, David Hernandez, Colas Lucot
Musik: Dietrich Buxtehude
Bühne: Katrijn Baeten, Saskia Louwaard
Licht: Hans Mejer
Dramaturgische Beratung: Moos van den Broek
Produktion: Lenneke Rasschaert (Cacao Bleu)
Technik: Yvan De Meyer
Eine Produktion von Lenneke Rasschaert (Cacao Bleu)
Gefördert durch: Mittel der flämischen Regierung
In Koproduktion mit Stuk/Leuven, Monty/ Antwerpen, theaterimballsaal
Unterstützt von C-mine/ Genk, MichaelDouglas Kollektiv/ Cologne, laborgras/Berlin, P.A.R.T.S/Brüssel.

DOCK 11

Kastanienallee 79
10435 Berlin

dock11-berlin.de
Karte

Tickets: (030) 448 12 22
ticket@dock11-berlin.de

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

David Hernandez / Trailer und Videodokumentationen

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