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Fugen
Aufnahme: 30.10.2015 , HAU Hebbel am Ufer (HAU3) (Video © Walter Bickmann)

Isabelle Schad

Fugen

HAU Hebbel am Ufer (HAU3)

Texte zur Produktion

isabelle-schad.net

In ihrem neuen Solo setzt Isabelle Schad die Erforschung von Bewegungen fort, die ein Ausdruck von musikalischen Konzepten sind. Schad kam über die Musik zum Tanz: sie schaut auf eine langjährige Auseinandersetzung mit der Polyphonie J.S. Bachs zurück; auf ihre Geschichte(n) und die Herkunft ihrer Bewegung zwischen Disziplin und Freiheit. Das Medium, das ihr am nächsten liegt ist der Körper in seiner Materialität und Zeitlichkeit.

Der Begriff der Fuge (lat. fuga bezieht sich auf fugere ‚fliehen‘ und fugare ‚jagen‘) vereinigt zwei antagonistische Prinzipien in einer einzigen Organisationsform. Er dient ihr als Analogie für den Körper in Formen des Trainierens, in denen Prinzipien von Jagen und Fliehen, Geben und Empfangen, Leere und Fülle eins werden, sowohl im Körper, als auch in der Bewegung, wie im Geist und im Selbst.

Schad beginnt zu erzählen und zu zeigen. Nach und nach wird das Stück zur Fuge, zur Form innerhalb der Form, in der sich Fuge in Fuge fügt. Schad nutzt die Kompositionsprinzipien der Wiederholung und Zeitverschiebung und lotet die Vielfalt und Gleichzeitigkeit der Rhythmen, Linien, Stimmen in ein und demselben Körper aus. Schad, die sich seit Jahren mit dem bildenden Künstler Laurent Goldring austauscht, geht nun weiter mit ihren Fragen um die Sichtbarkeit nicht-repräsentativer Bewegungen: Wie kann das Üben selbst zum Bild werden? Wie kann Energie zum Bild werden?

„Fugen“ ist eine autobiographische Arbeit, in welcher der Körper exemplarisch die Konstruktion des Individuums als Teil von Systemen, Erziehung und Disziplinen aufzeigt.

Besetzung & Credits

Konzept, Choreografie und Performance: Isabelle Schad
Dramaturgie: Sasa Bozic
Künstlerische Assistenz: Frances d’Ath
Zusammenarbeit mit: Laurent Goldring, Alain Franco
Lichtdesign: Mehdi Toutain-Lopez
Kostüm: Charlotte Pistorius
Produktionsleitung: Heiko Schramm
Dank an: Damir Simunovic, Emilie Chicaez, Bruno Pocheron, Marion Montel, Julia Rodriguez, Volker Hüdepohl, Paul Klier, Peter Rintsch, Emma Juliard, Vushkans, Matthias Kirschke, HAU3-Team, sowie Bonnie Bainbridge Cohen, Jochen Knau, Heiko Schwarzburger, Gerhard Walter.
Besonderer Dank an Waltraud und Rainer Schad.
Gefördert durch den Regierende Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN) Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.
Unterstützt durch: Wiesen55 e.V.

HAU Hebbel am Ufer (HAU3)

Tempelhofer Ufer 10
10963 Berlin

hebbel-am-ufer.de
Karte

Tickets: +49 (0)30 259 004 27
tickets@hebbel-am-ufer.de

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Isabelle Schad / Trailer und Videodokumentationen

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