Springe zum Inhalt

Aufnahme: 30.09.2016 , Podewil (Video © Walter Bickmann)

Martin Nachbar

Männer tanzen

Podewil

Texte zur Produktion

martinnachbar.de

Wieso tanzen Männer eigentlich? Mal abgesehen davon, dass diese Frage für alle Menschen, also auch für Frauen, zu stellen interessant wäre: Was bringt Männer dazu, sich in diesem immer noch mehrheitlich von Frauen aufgesuchten Berufsfeld zu bewegen? Antworten darauf gibt es wahrscheinlich so viele wie Männer, die tanzen. Zwei von ihnen, Martin Nachbar und Felix Marchand, geben die ihren. Sie werden synchron oder kontrapunktisch, in körperlichem Kontakt oder getrennt voneinander, tanzend und auch still stehend – über ihre Beweggründe zu tanzen sprechen: Wie hat alles angefangen? Warum? Wieso haben wir weitergemacht? Was bewegt uns jetzt, Tänze zu machen und damit auf die Bühne zu gehen? Und vor allem: Macht das überhaupt Spaß, so als Mann auf der Bühne herumzuhüpfen?

Martin Nachbar (*1971) ist international agierender Choreograph aus Berlin. Mit seiner Inszenierung der Rekonstruktion von Dore Hoyers „Affectos Humanos“ mit dem Titel „Urheben Aufheben“ (2008) setzte er konzeptionelle und künstlerische Maßstäbe im Reenactment von Tanz. Seit er von der SNDO 1996 graduierte, hat er unter anderem für Les Ballets C. de la B., Vera Mantero, Thomas Lehmen und Meg Stuart gearbeitet und mit Jochen Roller, Thomas Plischke, Martine Pisani, dem Komponisten Benjamin Schweitzer und dem bildenden Künstler Paul Hendrikse zusammengearbeitet. Seit 2004 hat Martin Nachbar mehr als 20 Stücke choreographiert, darunter Auftragsarbeiten für das Stadttheater Freiburg und die Tranisitions Dance Company, London, sowie das preisgekrönte Duett „ja, ja“ (Erster Preis beim Choreographiewettbewerb no ballet 2006). Er unterrichtet an renommierten Institutionen wie der SNDO, SEAD, PARTS, FU Berlin und Universität Hamburg. Über seine Arbeit schreibt und veröffentlicht Martin Nachbar international (u.a. DRJ, etcetera, DTJ), derzeit ist er Doktorand an der HCU Hamburg. Seine choreographischen Arbeiten touren international und werden vielfach gefördert. Er ist einer der vom Goethe-Institut gelisteten 50 Choreographen und arbeitet derzeit mit dessen Unterstützung in Australien.

Tanzspielzeit Podewil etabliert einen neuen Raum in der Berliner Kulturszene, der professionellen Tanz kontinuierlich für junges Publikum zugänglich macht. Im Studio des Podewil entsteht Tanzkunst für eine altersübergreifende Menschenvielfalt – sie wird gezeigt, reflektiert und diskutiert. Auch wird zeitgenössische Kultur durch Kooperation mit Schulen auch für solche jungen Zuschauer greif- und sichtbar, die von Hause aus keinen oder erschwerten Zugang dazu haben. Umgekehrt treten Künstler in direkten Kontakt mit einem Publikum außerhalb der Nischenkultur – Tanzspielzeit verschmilzt kulturelle Bildung mit Tanz in seiner zeitgenössischen Vielfalt.

[Quelle: Abendzettel]

Besetzung & Credits

Choreographie: Martin Nachbar
Tanz: Martin Nachbar, Felix Marchand
Künstlerische Mitarbeit und Outside Eyes: Gabi dan Droste, Zoe Knights, Benni Pohlig
Kostümberatung: Erika Del Pino

Tanzspielzeit Podewil
Initiative: Livia Patrizi, Carola Söllner
Produktionsleitung: Carola Söllner
Lichtdesign und Technik: Klaus Dust
Technik Kulturprojekte Berlin: Arne Glaß, Mario Arnold, Norbert Strache
Technik Tanzspielzeit: Wolf von Gemmingen
Hausdienst: Wolfgang Bork, Werner Wandschneider
Tanzspielzeit Podewil wird gefördert vom Hauptstadtkulturfonds und entsteht in Zusammenarbeit mit der Kulturprojekte Berlin GmbH.

Podewil

Klosterstr. 68
10179 Berlin

Karte

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Martin Nachbar / Trailer und Videodokumentationen

Nach oben