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Aufnahme: 30.10.2016 , Tanzfabrik Berlin / Uferstudios (Video © Walter Bickmann)

Felix M. Ott, Dmitry Paranyushkin, Diego Agulló

MEDITATION ON NON DESTRUCTION

Open Spaces #3-2016 | Tanzfabrik Berlin / Wedding

Texte zur Produktion

„M.O.N.D.“ (Meditation on Non Destruction) ist ein kollektiver Forschungsprozess über Konflikte und parallele Realitäten. Darin lenken die Künstler den Blick auf die Prinzipien von Überlebenskampf-Techniken in realen Kampf- und Kriegssituationen, die speziell für Ausdauer, Effektivität und das Umleiten von Aggressionen entwickelt wurden. Die Live-Performance ist eine choreografische Situation in einer Serie physischer und psychischer Begegnungen. Die dadurch entstehenden Spannungen können in performative Systeme kanalisiert werden, um ein Aufbrausen eines nicht endenden oszillierenden Spiels der Selbstregeneration entstehen zu lassen. Im Theaterraum beginnen wir einen Mythos der Zukunft, in der das Publikum eingeladen ist, parallele Bedeutungen einer simulierten Realität zu aktivieren. Das geschieht durch ein Zerlegen der Umgebung, endlose Körperlichkeit, unterbrochene Dynamiken und die Ästhetik der Konfrontation.

FELIX MATHIAS OTT, geboren in Reutlingen 1983, ist Felix Mathias Ott vor allem Tänzer und Choreograf in dem Feld der zeitgenössischen darstellenden Kunst. Er arbeitet in Berlin und Paris. Er absolvierte eine Ausbildung zum Bühnenplastiker und im Anschluss ein Studium am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin für zeitgenössischen Tanz, Kontext und Choreografie. Seit dem arbeitet Felix Mathias Ott als Bühnenbildner, Video-Künstler, Interpret (Tanz/Theater/Film), Autor und Choreograf in ganz Europa für seine eigenen Projekte und mit anderen Künstlern wie: Mathilde Monnier, Boris Charmatz, Björn Melhus, Krzysztof Warlikowski, Yves Noel Genod, Clement Layes, Maud le Pladec, Diego Agulló u.a. www.felixmathiasott.com

DMITRY PARANYUSHKIN bezeichnet sich als „Special Agent“. Durch die Nutzung von Polysingularity-Netzwerken als Arbeitsmethodik untersucht Dmitry seine Pläne B und C in einer Vielfalt von Medien und Kontexten: von Internet-Existenzgründung, Biowissenschaft und Software Entwicklung hin zur Musik, wie auch zur darstellenden und visuellen Kunst. Dmitry ist Gründer von Nodus Labs – http://noduslabs.com – ein Exploratorium zur Untersuchung von unbalancierter Netzwerk-Dynamik. Er ist auch Partner des Künstlerduos Dmitriego Paragullo (gemeinsam mit Diego Agullo). Gemeinsam haben sie einige Projekte im Bereich von zeitgenössischem Tanz, Performance und sozialer Recherche entwickelt. Beginnend mit The Humping Pact enterprise http://humpingpact.com bis zum Interview-basierten Event: The Waiting Room http://waitingwaiting.com. Dmitry hat Bücher herausgegeben, er führt einige Eventreihen durch ( 3AM, Local Prophets, Con-Ference ), unterschiedliche Informationsforen wie Polysingularity und Way to Russia, so wie auch einem Mentalworks Workshop. Zudem ist er Musiker in der DEM LEEDZ. 1981 in Moskau geboren, bewegt er sich aktuell zwischen Russland, Berlin und Paris. Er studierte Wirtschaft (BA, 2003) an der Moscow State University, Theater und Performance am Dartington College of Arts, Biologie / Biowissenschaften (MA, 2014) in Paris Diderot VII Université. Mehr Infos auf: www.deemeetree.com

DIEGO AGULLÓ, geboren 1980 in Madrid, studierte von 1998-2004 Philosophie an der University Autónoma de Madrid mit dem Forschungsschwerpunkt auf Spiel, Langeweile und Refrains und widmete sich der Malerei, Video und Musik. 2005 zog er nach Berlin und wurde als freischaffender Videokünstler und Musiker tätig. Aktuell arbeitet er am Theoros-Projekt, ein Versuch, Theorie aus dem Körper heraus zu praktizieren, die intime Affinität zwischen Körperkonzepten und Augenblicklichkeit untersuchend. Er unterrichtet regelmäßig bei Smash intensive Berlin und AFFECT, Agora Collective. Aktuell arbeitet Diego Agulló an einer Abhandlung über Dilettantismus mit dem Titel „The Mischievous Mission“, in der er die vorherrschende Auffassung von Professionalität in der Kunst problematisiert. Das erste Kapitel ist kürzlich in limitierter Auflage als Handbuch unter dem Titel „Dangerous Dances“ erschienen. cargocollective.com/diegoagullo

Besetzung & Credits

Externes Auge: Felix Mathias Ott
Internes Auge: Dmitry Paranyushkin, Emily Ranford, Bahar Temiz
Drittes Auge: Diego Agulló
Sound design: Alex Kassian
Visuelle Beratung: Fubbi Karlsson
Video design: Bodo Gottschalk
Kostüme: Wiebke Lebus
Technische Leitung: Martin Pilz
Produktionsleitung: Inge Zysk
Produktion: Felix M. Ott
In Koproduktion mit der Tanzfabrik Berlin, BIT Teatergarasjen Bergen, gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und im Rahmen von APAP- Performing Europe 2016-2020.

Open Spaces #3-2016
Künstlerische Leitung: Ludger Orlok
Produktionsleitung: Juan Gabriel Harcha
Organisation: Vincenz Kokot
Kommunikation: Mara Nedelcu
Pressearbeit, Redaktion: Nora Gores
Praktikum Festivalmanagement: Nora Spiekermann
Künstler*innen Assistenz: Marc Lagies
Technische Leitung: Martin Pilz
Die Tanzfabrik Berlin wird gefördert durch die Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten beim Regierenden Bürgermeister Berlin.

Tanzfabrik Berlin / Wedding

Uferstr. 23
13357 Berlin

tanzfabrik-berlin.de
Karte

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Felix M. Ott / Trailer und Videodokumentationen

Dmitry Paranyushkin / Trailer und Videodokumentationen

Diego Agulló / Trailer und Videodokumentationen

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