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Aufnahme: 19.09.2014 , DOCK 11 (Video © Walter Bickmann)

TEN PEN CHii art labor

Mi-LAI „ZUKUNFT- FUTURE“

DOCK 11

Texte zur Produktion

Die Verbindung Zwischen performativen Element und Raumgreifender Installation hat bei TEN PEN CHii ART LABOR schon Tradition.

Das Wort Mi-LAI bedeutet auf japanisch „ZUKUNFT“. Es wird in der Art genutzt, dass es für die Zukunft keiner Verzögerung bedarf bzw. direkt daran gearbeitet werden kann. Als Grundthese wird angenommen, dass alles was in der Zukunft geschieht zwar von der Vergangenheit beeinflusst werden kann, aber eben nicht muss. Die größte Kraft hin zur Zukunft, ist jedoch ein philosophischer Grundgedanke ein Art Feuerblitz in unserem Gehirn.

Im letzt jährigen Projekt von TEN PEN CHii ART LABOR wurde unter dem Titel KONTON „CHAOS ZUR ZUKUNFT“ gearbeitet. Durch Chaos und der Situation der kompletten Unordnung und Verwirrung entsteht der klaffende Raum oder die Kluft beziehungsweise die verwirrende Ordnungsleere in einer zuvor benannten Ordnung. Die wiederum bietet dem kreativen Menschen, die Möglichkeit diesen Raum zu füllen.

Bei Mi-LAI geht es um eine theoretische philosophische Konstruktion und auch um eine theoretische Festlegung von Eckpunkten. Ausgangspunkt ist der gedachte Zukunftsraum als unbelasteter Reinraum. Dieser Reinraum wird so gesehen, dass es uns selbst überlassen ist, was wir dort hineintragen. In dieser theoretischen Konstruktion wird angenommen, dass alles veränderbar ist. Bedingung hierfür ist der Schnitt mit der Vergangenheit. Dies ist wohl der größte und schwierigste Schritt in einer realen Situation. Jedoch wird bei Mi-LAI eben theoretisch angenommen, dass die Vergangenheit komplett losgelöst werden kann und somit die komplette Zukunft gestaltet werden kann und muss.

Wenn man philosophische Gedanken in einem Gehirn als Feuer betrachtet, so kann ein wahres Feuerwerk entstehen. Ähnlich eines Lichtbogens beim schweißen oder einem Schmelzfeuer in einem Hochofen. Ein riesiges Energiepaket entsteht, welches dann auf eine Spur gelegt werden muss. Eingebungen und Ideen kann man sich nicht entziehen. Es ist ein Freude diese zu bekommen, kann aber auch eine große Last werden, da dadurch auch eine Verantwortung für die Zukunft entsteht. Wir haben somit den Auftrag zu gestalten.

Zwanghafte Gedanken entstehen meist durch vorangehende Ereignisse, bedrohliche Lebensumstände, Krisen oder Ähnliches. Dadurch entsteht dann der nächste Schritt, nämlich die Unruhe im Gehirn. Eine art Schwangerschaft mit dem Gedanken, welcher nach und nach reift. Gedankliche Feuerblitze im Gehirn sind neue Startpunkte, können Lebenskrisen beeinflussen und in eine selbst gestaltete Zukunft führen.

Dies soll durch eine Art Ideengebärmaschine oder Ideenwolke performativ umgesetzt werden.

Besetzung & Credits

Regie, Konzept, Installation, Lichtdesign: JoaXhim Manger (D)
Choreographie: Yumiko Yoshioka (J) & Team
Komposition, Musik: Zam Johnson (US)
Performance: Dara Jin (It), Ichi Go (J), Matilde Javier Ciria (ES), Natsuko Kono (J)
Lichttechnik: Spiros Paterakis (GR)
Videokunst-Dokumentation: Mario Morleo (D/I), Yoann Trellu ( F)
Graphikdesign: Ollie Peters (D)
Assistenz: Christos Mpirakos (GR), Jens Zimmermann (D), Michael Krause (D), Tom Adam (NL), Yukihiro Ikutani (J)
Produktion: TEN PEN CHii ARTLABOR
Gefördert von: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg–Vorpommern, Landkreis Vorpommern-Greifswald, Land Steiermark, graz/kult&gvv. + steierischekulturinitiative, und unterstützt von schloss bröllin e.V und DOCK 11

DOCK 11

Kastanienallee 79
10435 Berlin

dock11-berlin.de
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Tickets: (030) 448 12 22
ticket@dock11-berlin.de

TEN PEN CHii art labor / Trailer und Videodokumentationen

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