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Pieces and Elements
Aufnahme: 26.11.2016 , HAU Hebbel am Ufer (HAU2) (Video © Walter Bickmann)

Isabelle Schad

Pieces and Elements

HAU Hebbel am Ufer (HAU2)

Texte zur Produktion

isabelle-schad.net

In Isabelle Schads neuer Arbeit „Pieces and Elements“ verhandelt eine Gruppe von Performer* innen ihren kollektiven Körper in Bewegung, der nur als gesamter funktionieren kann. Dieser Körper mit seinen verschiedenen Gliedern und Verbindungen dient als mögliche Analogie zyklischer Vorgänge in der Natur, innerhalb derer jedes Element in Beziehung zu jedem anderen steht. „Pieces and Elements“ betrachtet die flüssigen Übergänge eines wissenschaftlich-biologisch- zellulären Ansatzes und einer holistischen Denkweise des menschlichen Körpers. An der Schnittstelle von Bildender Kunst und Tanz, östlicher und westlicher Sichtweise, choreografischen Miniaturen und Installation schließt sich „Pieces and Elements“ unmittelbar an „Collective Jumps“ – dem ersten Teil der Trilogie über Kollektivkörper – an. Schad wendet sich nun dem energetischen Potential der Körper zu, um die Modi des Zusammen-Seins zu hinterfragen: als Körper, Selbst und Gruppe. Das zuletzt gezeigte „Solo für Lea“ arbeitet mit der Figur eines einzigen Körpers als Porträt und dient Schad als Studie für „Pieces and Elements“, das den Kollektivkörper als kubistische Landschaft in den Mittelpunkt stellt. Diese ist zugleich Wandlungsraum, Bühne und das zu betrachtende Ereignis. Die Mechanismen, Funktionen und zyklischenergetischen Prozesse formen die eigentliche Projektionsfläche: Wir nähern uns einer Oszillation zwischen Organismus, Apparat, Sinnlichkeit und hybrider Materie an.

Die Tänzerin und Choreografin Isabelle Schad studierte von 1981 bis 1990 klassischen Tanz in Stuttgart und tanzte für zahlreiche Choreograf*innen, bis sie 1999 anfing, ihre eigenen Projekte zu initiieren. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: der Körper und seine Materialität, das Verhältnis zwischen Körper, Choreografie und (Re-)Präsentation, Gemeinschaftsbildung sowie politisches Engagement. Ihre Arbeiten befinden sich an der Schnittstelle zwischen Tanz, Performance und Bildender Kunst und werden auf internationalen Festivals gezeigt, wie u.a. Internationale Tanzwoche Wien, Tanz im August, International Arts Festival Beijing, ImPulsTanz Festival. Sie arbeitete mehrfach mit dem Goethe Institut zusammen und ist regelmäßig bei der Internationalen Tanzplattform Deutschland zu Gast. Sie ko-initiierte mehrere Projekte/ Gruppen, die mit unterschiedlichen Arbeitsweisen und Recherchemethoden nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit suchen. Hierbei gründete sie 2003 zusammen mit Bruno Pocheron und Ben Anderson das internationale Künstlernetzwerk und Projekt „Good Work“ und sie ist Teil des Projektes Practicable, mit dem sie 2010 und 2011 die Gruppenstücke „Glazba“ und „Musik“ realisierte. Schad ist Ko-Leiterin eines Projektraums in der Wiesenburg-Halle in Berlin und seit 2013 auch Zen Shiatsu Practitioner. Darüber hinaus verbindet sie seit 2006 eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit Laurent Goldring, erste gemeinsame Arbeiten waren „Unturtled“ (2008), „DER BAU“ (2012/13). Am HAU Hebbel am Ufer zeigten sie zuletzt: „Collective Jumps“ (2014), „On Visibility and Amplifications“ (2015), eine Werkschau ihrer Arbeiten und „Fugen“ (2015).

Besetzung & Credits

Konzept & Choreografie: Isabelle Schad
Co-Choreografie & Performance: Jozefien Beckers, Barbara Berti, Frederike Doffin, Naïma Ferré, Josephine Findeisen, Przemek Kaminski, Mathis Kleinschnittger, Manuel Lindner, Adi Shildan, Claudia Tomasi, Nir Vidan, Natalia Wilk
Theoretische Begleitung: Susanne Foellmer
Dramaturgische Begleitung: Saša Božić
Künstlerische Assistenz: Claudia Tomasi
Lichtdesign: Mehdi Toutain-Lopez
Sound: Damir Simunovic
Kostüme: Charlotte Pistorius
Kostümassistenz: Maja Svartåker
Assistenz: Angela Millano
Produktionsleitung: Heiko Schramm
Ermöglicht durch eine langjährige Zusammenarbeit mit Laurent Goldring.
Dank an Lea Moro, Frances d’Ath, Bruno Pocheron, Ruth Waldeyer, Emma Juliard, Volker Hüdepohl; an alle, die an Open Practice Sessions teilgenommen haben, sowie an meine Lehrer Jochen Knau, Heiko Schwarzburger, Gerhard Walter und an das gesamte Team vom HAU.
Produktion: Isabelle Schad
Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.
In Kooperation mit Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin (HZT).
Mit Unterstützung von „Artists in Residence Programm der fabrik Potsdam“ und Wiesen55 e.V.

HAU Hebbel am Ufer (HAU2)

Hallesches Ufer 32
10963 Berlin

hebbel-am-ufer.de
Karte

Tickets: +49 (0)30 259 004 27
tickets@hebbel-am-ufer.de

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Isabelle Schad / Trailer und Videodokumentationen

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