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Aufnahme: 28.09.2016 , DOCK 11 (Video © Walter Bickmann)

Ruben Reniers

SimulacrumX (Part 2)

DOCK 11

Texte zur Produktion

In diesem interdisziplinären Projekt gehen Tanz, Sprache, Video, Licht und Live-Musik eine spannungsreiche Synthese ein, wobei die Simulationstheorie von Jean Baudrillard als thematische Basis fungiert. Dieser sieht im Simulacrum ein, vom Signifikant gelöstes Teilchen, welches nurmehr eine Realität simuliert, mit seinem Ursprung aber nicht mehr identisch sein muss. Wenngleich Simulacren dadurch im Grunde inhaltslose Überbleibsel einer transformierten Realität sind, werden sie dennoch als reale Zeichen wahrgenommen und können demnach nicht mehr von einer „tatsächlichen Realität“ unterschieden werden. Diese beunruhigende Feststellung soll in der Choreografie visualisiert werden, wobei die Künstler sowie die Zuschauer zur Hinterfragen der eigenen Wahrnehmungsgewohnheiten angeregt werden sollen. Die unterschiedlichen Realitätsebenen werden durch eine Videoprojektion visuell erfahrbar gemacht, deren Bilder sowohl agierende Körper, als auch Umraum treffen, wodurch weder Körper-, noch Raumgrenzen eindeutig zugeordnet werden können. Die Realität der Körper, welche durch ihre vermeintlich unmittelbare Präsenz selbstverständlich scheint, wird zweifelhaft.

SimulacrumX (Part 2) ist die Weiterentwicklung des, im Jahr 2014 in Turin (IT) uraufgeführten Tanzsolos „SimulacrumX“ (ausgewählt für den „Best-Solo-Fördernachswuchs“ sowie Gewinner des Publikumspreises des VI Intern. Solo|Duo Tanzfestivals NRW 2014). Zudem wurde es zu Wettbewerben nach Budapest (H), Gdansk (PL) eingeladen und war Finalist bei der euro scene Leipzig 2015 im Rahmen des Wettbewerbs „Das beste deutsche Tanzsolo“.

Ruben Reniers, geboren in Indonesien (Jakarta) aufgewachsen in den Niederlanden, Tanzausbildung beim CODARTS. Tanzt seit 1999 zunächst mit dem Saarländischen Staatstheater Saarbrücken ‚,gefolgt von“ Staatstheater Braunschweig „und pretty ugly tanz köln“. Arbeitete mit Choreografen wie: Marquerite Donlon, Rui Horta, Olga Cobos/Peter Mika, Amanda Miller, Georg Reischl, Irina Pauls, Felix Landerer, Shang-Chi Sun. Ab 2009 Arbeitet er als freischaffende Tänzer und Choreograf hauptsächlich in Deutschland, Tours ua. in Italien, Schweiz, Niederlande, Frankreich, Poland, Serbien, Kroatien, USA, Israel, UK, Taiwan, Tansania, Indonesien. Außerdem hat er sein Arbeiten vielfach auf verschiedenen Festivals präsentiert u.a. im Dampf 05 NRW, Radialsystem V, Sophiensäle, DOCK11 und beim Festival Salon-K. Gewann mit sein Solo SimulacrumX‘ ‚Best Solo – Fördernachwuchspreis‘ und ‚Publikums Preis beim VI. Internationales SoloDuo Tanzfestival NRW + Friends 2014Finalist beim Wettbewerb ‚Das beste Tanz Solo Deutschland‘ 2015 in Leipzig. Sein aktuellsten Choreographien sind:‘ schrittweise‘ (Berlin, 2016) ‚exil‘ (Köln, 2015), Trunkintail (Berlin, 2015) The Opening (Berlin, 2014) SimulacrumX (Torino, 2014), Euphoria (Köln, 2014) und FREIraum (Köln, 2013), Hangaufwind (Updraft) beim Festival ‚Tanzkonkret‘ in Theater Orangerie Cologne, 2011), Recherche Mülheim (Tanzhaus Köln Interim, 2010) In between us‘ (Orangerie-Theater im Volksgarten, 2009) i.Z.a mit Illustrator Barbara Steinitz und ‚Behind the wall‘ mit pretty ugly tanz köln, Arkadas Theater, 2009). Das ‚rubarb dance & art‘ ensemble entstand aus der Zusammenarbeit mit der Illustratorin Barbara Steinitz im Februar 2016 präsentieren sie ein neue Tanzproduktion „schrittweise“ im DOCK11 (Berlin) und im September 2016 ist ein neue Tanzproduktion ‚SimulacrumXX‘ geplant. Im Jahr 2013 gründeten Ruben Reniers & Arthur Schopa das FREIraum-Ensemble‘, ein neue FREIraum Tanz Produktion ist im August 2016 an einem der ungewöhnlichsten Orte Kölns bereits geplant.

Besetzung & Credits

Choreografie: Ruben Reniers
Tanz: Rebecca Jefferson & Ruben Reniers
Performance: Paula Dombrowski
Live Musik & Komposition: Evelyn Saylor
Video & Photo: Philine Sollmann
Kostüm: Karin Rosemann
Dramaturgie: Nicole Kohlmann
Eine rubarb dance & art Produktion
Gefördert vom Bezirksamt Berlin Pankow.

DOCK 11

Kastanienallee 79
10435 Berlin

dock11-berlin.de
Karte

Tickets: (030) 448 12 22
ticket@dock11-berlin.de

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

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