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Aufnahme: 10.03.2012 , HALLE TANZBÜHNE BERLIN (Video © Walter Bickmann)

cie. toula limnaios

the rest of me

HALLE TANZBÜHNE BERLIN

Texte zur Produktion

toula.de

Nachdem Toula Limnaios zuletzt 2006 mit der Wiederaufnahme eines ihrer frühen Soli zu sehen war, wird sie Anfang März 2012 ihr neues Stück zeigen. – Eine „einmalige“ Gelegenheit, die Choreographin selbst tanzen zu sehen.

„the rest of me“ ist ein Solo über die Schwebe zwischen Nähe und beunruhigender Fremdheit. Ein fragmentiertes Portrait von Schmerz und innerer Zerrissenheit. Die verwehten Splitter werden verdichtet, geknüpft und gewebt wie ein „Ariadnefaden“, in einem Wirbel von Überresten eines Selbst, die ein Ganzes binden. Verhaftet in einer „ungeheuren“ Gegenwart, als wäre es ein Zustand, erzählt Toula Limnaios in ihrem neuen Solo von einem Labyrinth der kleinen und großen Wunden und entrollt diesen Faden durch den Mikrokosmos des eigenen Körpers wie eine Kartographie.

Verwerfungen werden in Zwiespälten sichtbar. Intim und zärtlich verortet die Choreographin/ Tänzerin den Einbruch existenzieller Ängste in durchscheinend, zerbrechlichen Portraits. Unverhüllt lässt sie Erschütterungen und Unbehagen greifbar werden. Sie macht sich berührbar in einer inwendigen Spurensuche und stellt die Frage nach der Empfindsamkeit des Menschen in seiner Fragilität.

Toula Limnaios wurde 1963 in Athen geboren. Nach ihrer Ausbildung in klassischem und modernem Tanz, M. Alexander- und Laban-Technik sowie Musik und Tanzpädagogik in Brüssel, arbeitet sie als Interpretin mit Claudio Bernardo, Régine Chopinot und als Assistentin mit Pierre Droulers. Später setzt sie ihre Ausbildung an der Folkwang Hochschule in Essen fort, wo sie nach kurzer Zeit Mitglied des Folkwang Tanzstudios unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch wird. Sie hat sich in Live-Improvisationen mit den Musikern Konrad Bauer und Peter Kowald einen Namen gemacht und gründete 1996 die cie. toula limnaios. 2007/8 war sie Gastprofessorin für Choreographie an der Ernst Busch Hochschule in Berlin.

Ralf R. Ollertz wurde 1964 geboren. Er studierte Komposition, Elektroakustische Musik und Dirigieren in Italien und an der Folkwang Hochschule in Essen. In den letzten Jahren schrieb er neben Kammer- und Orchestermusik auch Elektroakustische Musik und Hörspiele, für die er zahlreiche internationale Auszeichnungen und Stipendien erhielt. 2002 komponierte er gemeinsam mit Willy Daum die Kurzoper „carcrash“ für die Staatsopern in Hannover und Stuttgart. Tourneen, Rundfunk- und Fernsehproduktionen führten ihn bislang durch Europa, Südamerika, die USA, Japan, Australien und Afrika.

cyan wurde 1992 von Daniela Haufe (*1966) und Detlef Fiedler (*1955) gegründet und arbeitet ausschließlich im kulturellen Bereich (Arbeitsfeld: Gestaltung von Büchern, Magazinen, Katalogen, Plakaten, Erscheinungsbilder + Leitsysteme für Museen und Theater, freie Fotografie, Film- und Videoarbeiten, multimediale Projekte). 1996 Gründung von cyanpress (Verlag). Lehrtätigkeit, Vorträge und Workshops im In- und Ausland. Einzelausstellungen (Auswahl): Osaka, Warschau, Moskau, Tokyo, Paris. Seit 2000 ist cyan Mitglied der alliance grafique internationale und der cie. toula limnaios. [www.cyan.de]

Jan Langebartels, 1967 in Wuppertal geboren, studierte Politik, Philosophie und Sportwissenschaften in Frankfurt/Main. Anschließend folgte eine Ausbildung zum Meister für Veranstaltungstechnik in der Fachrichtung Beleuchtung. Seit 1996 betreut er als Lichtdesigner und Technischer Leiter diverse Theater- und Industrieproduktionen im In- und Ausland. Anfang 2009 begann die Zusammenarbeit mit der cie. toula limnaios. Gegenwärtig lebt Jan Langebartels in Berlin und Frankfurt/M.

Silke Wiethe, *1970 (Berlin), studierte Kunstgeschichte u. Publizistik an der TU/ FU Berlin. Seit 1993 freie Pressearbeit für Veranstaltungen in Kunst, Musik, Theater, Tanz, Film u. Literatur u.a. für: Haus der Kulturen der Welt, Freunde Guter Musik (in Kooperation mit: Berliner Festspielen/Neue Nationalgalerie), klangquadrat. büro für klang- & medienkunst, Pumpwerk, ada Studio & Bühne für zeitgen. Tanz, Produktionen am Eigenreich u. im tresor.m. Für die cie. toula limnaios, deren Mitglied sie seit 2000 ist, betreut sie die Pressearbeit und ist als dramaturgische Mitarbeiterin tätig.

Compagnie-Portrait: 1996 gründete die Choreographin und Interpretin Toula Limnaios mit dem Komponisten Ralf R. Ollertz in Brüssel die cie. toula limnaios. Nach zwei Jahren als artist in residence am Theatre L’L verlegte sie 1997 ihren Hauptsitz nach Berlin und hat seitdem ihr Ensemble, mit dem sie kontinuierlich zusammenarbeitet, stetig erweitert. 2001 wurde sie mit einem Förderpreis des „Meeting Neuer Tanz“ ausgezeichnet. 2003 eröffnete sie ihre eigene Spielstätte HALLE TANZBÜHNE BERLIN. 2004 wurde ihre Beckett-Trilogie unter dem Titel „atemzug“ als Tanzfilm für ZDF/arte produziert. Seit 2005 erhält die Compagnie eine Basisförderung der Berliner Kulturverwaltung. Für die Jahre 2008 – 2010 zeichnete sie der Fonds Darstellende Künste mit einer Konzeptionsförderung für „Spitzenensembles des Freien Theaters und Tanzes“ aus.

Das umfangreiche Repertoire der cie. toula limnaios, das inzwischen 32 abendfüllende Werke umfasst, ist auf deutschen wie internationalen Bühnen weltweit zu sehen. Sie arbeitet seit Jahren mit einem festen Ensemble und ist damit im Freien Theater eine Ausnahmeerscheinung. Heute gehört sie zu einer der erfolgreichsten deutschen Ensembles für zeitgenössischen Tanz und wird auf Auslandstourneen als Vorzeigeensemble gefeiert. 2010 und 2011 wurde sie für den George-Tabori-Preis nominiert. Im letzten Jahr feierte die cie. toula limnaios ihr 15-jähriges Bestehen.

[Quelle: Abendzettel]

Besetzung & Credits

Konzept / Choreographie / Tanz: Toula Limnaios
Musik: Ralf R. Ollertz
Video: cyan
Lichtdesign: Jan Langebartels
Raum / Kostüme: Antonia Limnaios, Toula Limnaios
Public Relations: Silke Wiethe
Eine Produktion der cie. toula limnaios mit freundlicher Unterstützung der Kulturverwaltung des Landes Berlin und des Kulturamtes Pankow.
Wir danken: cyan, Uwe Grünewald, Manfred Paul, Jan Römer, Jörg Schildbach, Maria Wiethe.

HALLE TANZBÜHNE BERLIN

Eberswalder Straße 10-11
10437 Berlin

halle-tanz-berlin.de
Karte

Tickets: (030) 440 44 292
ticket@halle-tanz-berlin.de

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

cie. toula limnaios / Trailer und Videodokumentationen

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