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Aufnahme: 29.01.2011 , HAU Hebbel am Ufer (HAU2) (Video © Walter Bickmann)

Xavier Le Roy

(TITLE IN PROCESS) Low Pieces

HAU Hebbel am Ufer (HAU2)

Texte zur Produktion

xavierleroy.com

Die neue Produktion von Xavier Le Roy passt in keine Schublade. Das Stück für neun Performer reflektiert die Gemeinschaft von Körpern und die Ko-Präsenz von Akteuren und Zuschauern in der Theatersituation. Hervorgegangen ist es ursprünglich aus einer Recherche zu Bewegungen und Geräuschen von Maschinen und Tieren. Später entwickelten sich aus diesem Material Situationen, die vom Zuschauer wie Landschaften betrachtet werden können. Gerahmt werden diese Szenen von Gesprächen mit dem Publikum, die fester Bestandteil der Vorstellung sind. Tanzspezifische Beurteilungskriterien wie Virtuosität, Dynamik oder Ästhetik greifen daher nur bedingt, um zu erklären, welche Logik hier am Werk ist.

XAVIER LE ROY (F)
studierte Molekularbiologie an der Universität in Montpellier und arbeitet seit 1991 als Tänzer und Choreograf. Von 1997 bis 2003 war er Artist in Residence im Podewil, Berlin. Es entstanden die Solo Performances „Self Unfinished“ (1998), „Product of Circumstances“ (1999) und in Zusammenarbeit mit Yvonne Rainer „Meetings“ (2000). Im selben Jahr realisierte er ein Stück von Jérôme Bel, „Xavier le Roy“ (2000) gefolgt von „Giszelle“ (2001) und „Project“ (2003). Seit 2004 übernimmt er Lehraufträge und Gastprofessuren. 2007/2008 war er Artiste Associé im Centre Chorégraphique National de Montpellier, wo er gemeinsam mit neun Künstlern die Ausbildungsreihe „6 months 1 location“ initiierte. Sein 2010 entstandenes Stück „Floor Pieces“ kreierte er bei der Julia Stoscheck Collection in Düsseldorf und wurde als Fellow-Artist-in-Residence am MIT Programm für Kunstkultur und Technologie eingeladen (Cambridge, USA). Auf Einladung von Hayvard-Gallery London kreierte Xavier das Stück „Production“ anlässlich der Ausstellung „MOVE: Choreographing You“. Diese Arbeit wird von Februar bis Mai im Haus der Kunst in München zu sehen sein.

SASA ASENTIC (SE)
studierte Agrawirtschaft und Pädagogik und begann seit 1995 als Autodidakt im Bereich „Darstellende Künste“ zu arbeiten. Er wirkte als Autor, Co-Autor und Performer in verschiedenen Zusammenhängen und Performanceformaten mit. Er initiierte und realsierte alleine oder in Zusammenarbeit mit Anderen zahlreiche Performanceprojekte, Festivals und Workshops. Mit seinen Arbeiten gastiert Sasa regelmäßig in Theatern und auf Festivals u.a. in den USA, Frankreich, Deutschland, Slovenien, Mazedonien und Serbien. Sasa gründete 2005 die Organisation Per.Art und leitet seit 1999 „Art and Inclusion“, ein Programm für geistig behinderte Menschen.

LUÍS MIGUEL FÉLIX (PT)
hat als Performer für verschiedene Choreografen gearbeitet. 2006 schloss er seine Ausbildung zum Theaterschauspieler ab. 2008 nahm er am Ausbildungsprogramm ex.e.r.ce teil, welches im Centre Chorégraphique National de Montpellier von Xavier Le Roy geleitet wurde. In diesem Zusammenhang konzipierte er das Online-Projekt „wedance“. www.youtube.com/user/wedodance. Zudem war er Teilnehmer der Ausbildungsreihe „6 months 1 location“, welche ebenfalls von Xavier Le Roy initiiert wurde. Noch dieses Jahr wird Félix mit den beiden Projekten „Undertone“ von Sidney Leoni und „The Agora Project“ von Jan Ritsema beginnen.

JAN RITSEMA (NL)
ist Theaterregisseur. Zu seinem Repertoire gehören Stücke von William Shakespeare, Elfriede Jelinek und Heiner Müller, zudem brachte er Novellen von James Joyce, Virginia Woolf und Rainer Maria Rilke in eine dramatische Form. Stücke wie „Weak Dance Strong Questions“, „TodayUlysses“ und „Pipelines, a construction“ feiern im europäischen Raum große Erfolge. 1978 gründete Ritsema den International Theatre Bookshop in Amsterdam und 2006 das PerformingArtsForum in Frankreich, eine alter- native Residenz für internationale Künstler.

CHRISTINE DE SMEDT (BE)
studierte Kriminologie und verschiedene Movement-Research Techniken. Seit 1991 ist sie Mitglied der Company Les ballets C de la B und präsentiert ihre eigenen Arbeiten seit 1993. Zwischen 2000 und 2005 arbeitete sie am Projekt „9×9“ mit, welches in fünf- zehn europäischen und kanadischen Städten realisiert wurde. 1992 war sie Teil des interdisziplinären „SKITE Projekts“ in Paris. Es folgte eine enge Zusammenarbeit mit Meg Stuart, wo sie als Tänzerin und künstlerische Assistentin mitwirkte. Weiter arbeitete sie mit Mette Edvardsen, Marten Spangberg, Milli Bitterli und Xavier Le Roy. Zurzeit konzipiert sie ein Soloprojekt mit Porträts verschiedener Künstler und kuratiert SummerIntensive, eine Künstlerresidenz von Les ballets C de la B.

KRÕÕT JUURAK (EST/A)
ist Performerin, Choreografin, Vortragende und Künstlerin. Sie wurde 1981 in Tallinn geboren, lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Choreografie am Arnhem Institute for the Arts und bildende Kunst an der Gerrit Rietveld Academie Amsterdam. Seit 1999 zeigt sie ihre Arbeiten in Theatern, Tanzhäusern und bei Festivals, u.a. „Camouflage“ (mit Merle Saarva), „Once Upon, Artistic Approach“, und „A text is a list of effects of being exposed to the vacuum of outer space…“ (mit Ralo Mayer). Aktuell arbeitet sie u.a. auch in kollaborativen Projekten mit EVERYBODYS (everybodystoolbox.net), Mychoreography.org, Chicks on Speed und multiplex fiction.

NETO MACHADO (BRA)
ist Performancekünstler und Teil der Cauliflower mini worldwide artistic community – www.couve-flor.org, welche an der Erschaffung kreativer Räume für freischaffende Künstler interessiert ist. Er kreiert eigene Werke und ist auch Teil von Projekten von Thiago Granato, Sandro Amaral, Xavier Le Roy und Jan Ritsema. Im August 2010 hatte sein Solostück „mood“ in Brasilien Premiere.

SALKA ARDAL ROSENGREN (S)
studierte Tanz in Stockholm und bei P.A.R.T.S in Brüssel. Sie erhielt 2009 ein Spendium von DanceWEB. Im Rahmen dieses Stipendiums wirkte sie bei „Transformers“ von Esther Salamon und Christine de Smedt mit. Salka choreografierte das Stück „Moments of satisfaction“ im Jahr 2008. Sie entwickelte gemeinsam mit Daniel Linehan 2009 das Stück „Montage for Three“ und 2010 ihr P.A.R.T.S – Abschlussprojekt „Trash Talk“ mit Mikko Hyvönen. Im Rahmen des P.A.R.T.S –Abends gastierte sie mit „Trash Talk“ im Sommer auch bei Tanz im August. Aktuell tanzt Salka ebenfalls in dem neuen Projekt von Danile Linehan, das im März 2011 Premiere haben wird.

MANON SANTKIN (BE)
lebt und arbeitet in Brüssel. Sie begann ihre zeitgenössische Tanzausbildung am Lycée Martin V in Louvain-la-Neuve und wechselte dann zu P.A.R.T.S, wo sie 2004 ihr Studium abschloss. Seit 2003 wirkt sie als Tänzerin, Mentorin und Assistentin in zahlreichen Projekten mit, so z.B. in „Manual focus“, „Out of Order“ und „Giant City“ von Mette Ingvartsen, in „Double trio“, „Still live“ und „Objects in mirror are closer then they appear“ von Salva Sanchis und in „At large“ von Eleanor Bauer. Zugleich entwickelt sie eigene Arbeiten, in denen sie sich mit Arbeitsprozessen und der Aufführungssituationen auseinandersetzt. Seit 2008 interessiert sie sich zudem für das Verhältnis zwischen Sound und Performance, dem sie zahlreiche Projekte widmete wie z.B. „The sound of it“ mit Lucia Glass, „Undertone“ mit Sidney Leoni, und „Ninja recording“ . Sie ist ebenfalls Initiatorin des Projektes „By-product“, einer Zusammenarbeit mit der Choreografin Leslie Mannès und der Modedesignerin Jennifer Defays.

Besetzung & Credits

Konzept: Xavier Le Roy
Mit: Sasa Asentic, Krõõt Juurak, Neto Machado, Luís Miguel Félix, Jan Ritsema, Manon Santkin, Christine de Smedt, Salka Ardal Rosengren, Xavier Le Roy

Produktionsleitung: illusion & macadam – Vincent Cavaroc und Fanny Herserant
Produktion: Le Kwatt Montpellier
Koproduktion: DRAC Languedoc-Roussillon, HAU
Das Gastspiel wurde ermöglicht durch das Bureau du théâtre et de la danse.

HAU Hebbel am Ufer (HAU2)

Hallesches Ufer 32
10963 Berlin

hebbel-am-ufer.de
Karte

Tickets: +49 (0)30 259 004 27
tickets@hebbel-am-ufer.de

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Xavier Le Roy / Trailer und Videodokumentationen

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