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Videoaufnahme der Fotoprobe am 08.05.08 | Kamera & Editing: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.
Efrat Stempler: 1,2,3 Sauerfisch Reloaded
09. - 11. Mai 08, jeweils 20:30 Uhr
Das Pumpwerk
Erich Weinert Strasse 131
10409 Berlin
Prenzlauer Berg
Karten: 030 - 69 12 611
office@daspumpwerk.com
www.daspumpwerk.com
Konzept / Realisation: Efrat Stempler
Choreografie: Efrat Stempler und Tänzer
Mit: Miona Petrovic, Brit Rodemund, Anat Vaadia, Nicky Vanoppen, Alexander Sieber und Philipp Danzeisen
Bühnen-Konzept: Martin Stiefermann und Efrat Stempler
Dramaturgie: Wojtek Klemm
Live-Musik / Komposition: Philipp Danzeisen
Video: Konstantin Hapke mit Dank an Jens Crull
Eine Produktion von: Tanzhaus Leipzig & Efrat Stempler in Koproduktion mit dem Teatr Jelenia Gora & LOFFT.Leipzig, mit besonderer Unterstützung des Pumpwerks.
Sechs Figuren in einem Raum und eine tickende Bombe. Der Countdown läuft.
Sechs Menschen sind eingeschlossen in einem Raum. Jeder hat eine bestimmte Funktion und alle bilden eine seltsame Konstellation mit einem gemeinsamen Nenner – irgendwo ist eine tickende Bombe versteckt. Wo kommt der Angriff her? Aus dem Himmel? Aus dem Untergrund? Ist es Sprengstoff? Oder jemand hier im Raum? Wo ist die Bombe? Wer ist es? Wer kann das endlich stoppen? Wer kriegt wen, wer ist schuldig und wer hat angefangen? Wer läuft vor wem weg?
Ständiger Rollenwechsel diktiert das Geschehen. Jeder einzelne ist verdächtig, jeder könnte der Täter sein – auf jeden Fall ist jeder ein Opfer. Ein Wettlauf gegen die Uhr beginnt, das Verhalten der Gruppe wird durch die tickende Bombe diktiert. Intimität in einer extremen Situation, Solidarität in einer seltsamen Konstellation. Alle teilen die Anschuldigung unter sich auf. Verdacht. Konfusion. Ein Marathon ums Leben. Die Gruppe versucht zu überleben. In einer Zeit, in der Bomben laufen können bzw. menschliche Körper sind, verschiebt sich die gegenseitige Wahrnehmung. Der Raum wird zu einer Metapher einer ganzen Realität, die ständig auf der Kippe steht, der überlebensinstinkt initiiert und manipuliert die Beziehungen darin. Der Rhythmus verdoppelt sich und die Entscheidungen werden spontan, schnell und laut.
Das Leben unter ständiger Bedrohung wird zu einem absurden Begriff. Die Macht einerseits und der Humor anderseits verschmelzen zu einem amorphen Gebilde. Zynismus ist die Folge. Oder?