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Videoaufnahme der Vorstellung am 18.02.10 | Kamera & Schnitt: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.
Cie. Efrat Stempler: Shu Shu
Wiederaufnahme: 18. - 21. Februar 2010, jeweils 20.30 Uhr
Im Dock 11
Kastanienallee 79
10435 Berlin
Karten: 030 - 448 12 22 (Mo-Fr ab 15 Uhr) oder ticket@dock11-berlin.de
www.dock11-berlin.de
Konzept / Choreographie: Efrat Stempler
Tanz: Brit Rodemund, Anat Vaadia, Alex Sieber
Video: Jens Crull
Liveediting: Konstantin Hapke, Jens Crull
Sprecher: Bernhard Schütz, Natascha Bub, Michael Klammer
Dramaturgie: Wojtek Klemm
Gefördert durch Mittel des Hauptstadtkulturfonds Berlin.
Menschen unter Druck. 3 Personen in einem abgeschlossenem Raum- einem Verhörzimmer. Keiner kann raus. Wer ist unschuldig? Ist irgendjemand unschuldig? 2 Männer und eine Frau. Unter Druck entstehen neue Konstellationen und Beziehungen zueinander. Wer bricht als erster zusammen. Vertrauen als die Wichtigste Komponente. Wem vertraue ich? Wen verdächtige ich? Werde ich verdächtigt? Kann ich überhaupt jemandem trauen? Die Verdächtigen werden selbst zu Ermittelnden.
Konstante überwachung.
Ich werde beobachtet – ich beobachte andere. Die Kamera sieht jeden und keiner kann ihr entkommen. Die Figuren testen sich gegenseitig unentwegt. Niemand ist sicher.
Die Geheimnisse müssen offengelegt werden, damit das Problem – vorgegeben durch Raum und Situation (Verhör) – gelöst werden kann. Der Verhörraum als eine Paraphrase eines politischen Konfliktraumes (zum Beispiel des Nahen Ostens).
Eine Erzählung auf multiplen Ebenen, die homogen und gleichberechtigt die Performer, vorproduziertes Material und Live- Videoeinspielungen benutzt. Speziell für den Abend Komponierte/Kompilierte Musik bildet eine weitere Erzählebene. Die Arbeit basiert auf dem Konzept von sichtbaren und unsichtbarem Material. Die Zuschauer sehen alles, sowohl die Live-Performance wie auch die Zuspieler und das Live Material der versteckten Kameras. Die Performer bekommen nur einen bestimmten Ausschnitt davon mit. Die Spannung entsteht aus dem Verhältnis des „omnipotenten“ Zuschauers, der scheinbar über alle Informationen verfügt, und der „behinderten“ Sicht der Performer. (Eine Situation, die übertragbar ist auf die Verhältnisse in der Realität: Die ganze Welt beobachtet einen bestimmten Konflikt und die daran beteiligten Parteien. Können wir mehr sehen als die Beteiligten? Sind wir in einer besseren oder schlechteren Position um über den Konflikt zu Urteilen?)
Untersuchung der Beziehungen zwischen Menschen unter enormen Druck der Anklage. Das Vertrauen zu hinterfragen auf dem Hintergrund der politischen Realität eines brennenden Konflikts. Was kann ich machen? Was haben die anderen gemacht? Wer, zum Teufel, hat angefangen? Und was macht es mit dem „privatem“ Menschen – dem Performer oder mir selbst? Und wann und wie wird das ganze lustig? Wann kann ich endlich lachen?