Videodokumentation /
video documentation
Seit dem 01.01.2011 haben wir 27 Videodokumentationen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin produziert. Hier finden Sie die laufend aktualisierte Auflistung unserer Videodokumentationen ... >>
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Videoaufnahme der Premiere am 23.04.10 | Kamera & Editing: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.

Dansity / Eva Villanueva & Pieter de Ruiter:
Don’t Worry, We’re Happy

Premiere: 23. April 2010, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 24./ 25. April + 30. April + 01./ 02. Mai 2010, 20.00 Uhr

St. Elisabeth-Kirche
Invalidenstraße 3
10115 Berlin Mitte

Tickets: Tel: 44043644
tickets@sophien.de
www.sophien.de

www.dansity.com

Konzept/ Choreographie/ Regie: Pieter de Ruiter & Eva Villanueva
Tanz: Brit Rodemund, Henrik Kaalund
Komposition: Harry de Wit
Musik: Erik Woltmeijer, Jacob Lekkerkerker
Pressearbeit: Silke Wiethe
Produktion: Dansity, Kulturbüro Sophien, Orgelpark Amsterdam
Die Realisierung wurde aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht.
Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

In „Don’t Worry, We’re Happy” stellen die beiden Tänzer Brit Rodemund und Henrik Kaalund ein Paar dar, das versucht, seine Probleme zu leugnen, indem es so tut, als ob es das vollkommene Leben führt. Weil das Leben kurz ist und man etwas aus ihm machen sollte, in der Zeit, in der wir jetzt leben und wo fast alles möglich ist und alte Sicherheiten und Gewissheiten sehr offen für Zweifel sind. Einen großen Teil der Schwierigkeiten verursachen wir selbst, durch die Art, wie wir denken und träumen. Wenn imaginäre Erwartungen nicht erfüllt sind, entsteht Stress.

Wie Menschen sich zueinander verhalten, ist ein wichtiges und immer wiederkehrendes Thema der Arbeit von Dansity und schon seit geraumer Zeit konzentrieren sie sich in ihrer choreografischen Forschung auf die Bedeutung von Bewegung. Sie ist real und der Körper scheint nicht in der Lage, zu lügen, so können Tanz und Choreographie vielleicht Antworten über unsere Realität geben. Für Pieter de Ruiter und Eva Villanueva sind alltägliche Bewegungen, die aus dem täglichen Leben und Verhalten der Menschen extrahiert werden, eine Quelle der Inspiration. Dieses neu zu entwickelnde Arsenal von choreografischen Möglichkeiten eignet sich, um zu kommunizieren und die menschlichen Emotionen und Verhaltensweisen in einer expressiven Form sichtbar zu machen. Außerdem untersuchen Dansity, wie sie einen psychologischen Machtkampf zwischen zwei "Liebenden" ohne die obligaten Symbole der "Attraktivität" und "Ablehnung“ visualisieren können. Sie arbeiten in Bereichen, wo die Sprache keine Worte hat und Bewegung übernimmt, oder wo die Bewegung eine Geschichte erzählt in Sekundenschnelle, wo Text Seiten benötigen würde.

Im Bühnenbild befindet sich ein Sofa im Raum und strahlt in gewisser Weise die Atmosphäre eines Wohnzimmers aus. Ein Ort, an dem man sich frei und geschützt fühlt, wo man nicht „schauspielern“ muss, wo man verletzlich sein kann. Wo aber auch eine Menge von Konflikten begonnen und ausgefochten werden. Im Gegensatz zu der „Familien-Impression“ führt der große Raum der St. Elisabeth-Kirche gleichzeitig zu einem gegenteiligen Gefühl der Entfremdung.

Auch die Musik unterstützt die diverse Wahrnehmung: Die Komposition hat eine stützende Funktion und gleichzeitig die Möglichkeit, die Spannung zu erhöhen. Aufgrund der sakralen Tradition wird die Orgel vorwiegend in religiösem Zusammenhang gesehen. Sie ist immer noch ein "Fremdkörper" im Konzertsaal oder im Theater. Dennoch war die Orgel ursprünglich nicht nur in der Kirche präsent. In den 1920er Jahren gab es Tanz-Orgeln, ein mechanisches Instrument, entwickelt für ein Tanzlokal oder einen Ballsaal, das vor allem in Belgien und den südlichen Niederlande entwickelt wurde. Indem Dansity die Orgel in einem anderen Kontext stellt und für sie eine neue Musik komponieren lässt, will sie die (versteckte) Schönheit zeigen. Der Theater- und Tanz-Musik-Komponist Harry de Wit gibt der Orgelmusik einen Platz in dieser Zeit, ohne die historische Konnotation des Instruments zu vergessen.

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