Um diesen Trailer sehen zu können, benötigen Sie den QuickTime Player. Hier können Sie den QuickTime Player kostenlos herunter laden >> QuickTime Player
Videoaufnahme der Vorstellungen im Juni 2010 | Kamera: D. Kolde, W. Bickmann, Schnitt: W. Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.
Walter Bickmann: icon
Premiere: 25. Juni 2010, 21.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 26., 27., 30. Juni und 01., 02., 03., 04. Juli 2010, jeweils 21.00 Uhr
Dock 11
Kastanienallee 79
10435 Berlin
Karten: 030 - 448 12 22
ticket@dock11-berlin.de
www.dock11-berlin.de
Konzept: Walter Bickmann, Doris Kolde
Choreographie · Inszenierung: Walter Bickmann
Tanz · Kreation: Lydia Klement, Stella Zannou, Erol Alexandrov, Andy Zondag
Video: Walter Bickmann, Doris Kolde
Choreographische Assistenz: Lydia Klement
Lichtdesign: Asier Solana Arce
Soundmastering: Sibin Vassilev
Pressearbeit: k3 berlin
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und das Bezirksamt Pankow von Berlin/ Amt für Kultur und Bildung. Produziert im und unterstützt von DOCK 11 EDEN*****
„icon“ thematisiert Aspekte von Identität, Souveränität, Intimität und Öffentlichkeit im Kontext menschlicher Interaktion und Verständigung. Wie beeinflussen digitale Medien und ihre Tendenz zu Abstraktion und Rationalisierung unsere Kommunikationsprozesse? Welche Effekte hat der Verlust physischer Präsenz bei der Erschließung neuer Handlungs- und Erlebnisräume im Netz? Der Choreograph und Videokünstler Walter Bickmann realisiert in seinen Projekten eine komplexe Struktur von Bild-, Klang- und Bewegungsebenen. Filmprojektionen werden dabei integraler Bestandteil der Live Performance und ermöglichen eine zusätzliche, virtuelle Ausdrucksdimension die reale Grenzen überschreitet und unerwartete Blickwinkel mit atmosphärischer Dichte erzeugt.
Presse: Das weiße Rauschen
Im Dock 11 macht Walter Bickmanns neue Inszenierung den Tänzer zum »icon«
Schon der Raum hat Spannung. An der Rückwand hängen vier weiße Leinwände, den Boden bedeckt ein weißer Tanzteppich. Leinwände und Teppich in ihrer Klarheit reiben sich mit dem unverputzten Mauerwerk im Saal des Dock 11. Unscharf zerlegt und ruckhaft langsam fährt eine Kamera über Leiber, Köpfe, Hände. Um Menschen, ihre Widerspiegelung im Video, die Interaktion von Bild und Realität dreht sich, was Walter Bickmann als »icon« eine Stunde gediegen und ruhig entwickelt. [...] Erster Höhepunkt ist Zannous Bodensolo, das mit dem zeigenden Finger des erhobenen Arms beginnt, den Arm als Motor nutzt. Zu unwirklich skulpturalen Gebilden renkt er den Körper, größer und rascher wird der Taumel über den Boden. Immer wieder suchen im Folgenden Körper ihre Begrenztheit zu sprengen.
übernehmen die drei Tänzer zunächst Zannous Handspiel, fallen sie danach in prismatische Raster, formen daraus an den Köpfen verwachsene Doppelwesen. Das führt zu zwei parallelen Duetten, Kopf an Kopf das eine, mit verhakten Beinen das andere. In engen Kammern sitzen separat ihre Videobilder. Was Bickmann im Live-Tanz schon hier an organisch verwobenem Miteinander ohne Kontaktverlust eingefallen ist, sucht seinesgleichen in der Berliner Szene. Im Liegekopfstand der Männer endet die Suche, die, wie den gesamten Abend, experimenteller Klang von Rauschen bis Klopfen begleitet. Wie in ihrem Solo Lydia Klements Körper knickt, beult, wieder verharrt, um neu anzusetzen, weist sie ein weiteres Mal als eine der führenden Berliner Tänzerinnen aus [...]
Volkmar Draeger, Neues Deutschland 29.06.2010