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Videoaufnahme der Premiere am 06. August 2010 | Kamera & Editing: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.
Nir de Volff / TOTAL BRUTAL: MIDBAR
Premiere: 06. August 2010, 20.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 07. August 2010 & 11. bis 15. August 2010, jeweils 20.30 Uhr
Dock 11
Kastanienallee 79
10435 Berlin
Karten: 030 - 448 12 22
ticket@dock11-berlin.de
www.dock11-berlin.de
Konzept & Choreografie: Nir De Volff
Von & Mit: Elik Niv, Tatiana Saphir, Jan Sebastian Suba & Nir De Volff
Musik: Claus Erbskorn
Bühnebild: Judith Philipp
Kostüme: Pieter Bax
Produktion & Öffentlichkeitsarbeit: ehrliche arbeit – Freies Kulturbüro.
Eine Produktion von Nir De Volff / TOTAL BRUTAL. Gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
Unterstützt von und produziert im Dock 11 & EDEN***** Berlin
Wer in die Wüste geht und wiederkehrt, ist nicht mehr derselbe.
Arabisches Sprichwort
MIDBAR ist das hebräische Wort für Wüste, das Meer aus MATKOT ist plötzlich verschwunden – unvermittelt, gleich einem harten Filmschnitt, setzt MIDBAR ein: zwei Israelische Männer, auf der Flucht in einem Auto, stecken in der Wüste fest. In diesem naturgewaltigen, politisch und sozial aber nicht definierten Ort wird aus einem anfänglichen absurd-humoresken verbalen Schlagabtausch ein Kampf um die bloße physische Existenz. Jede körperliche Kommunikation und Interaktion ist hart, agonal und auf den Überlebenskampf ausgerichtet. Die zwei Männer werden durch die extremen Verhältnisse der Wüste, dem Ausgeliefertsein in der gleißenden Sonne und dem Entzug von Wasser in einen Ausnahmezustand versetzt. Die Suche nach Wasser wird zu einer Obsession. And when the body is dehydrated a Fata Morgana appears on the horizon. Diese Fata Morganen sind nicht einfach nur Halluzinationen, sondern der Inbegriff aller Utopien und Sehnsüchte dieser Personen, die sich in ihr konkretisieren: Zunehmend kann nicht mehr unterschieden werden, ob die zwei Männer immer noch in der Wüste sind, oder vielleicht in Las Vegas, oder vielleicht doch ganz wo anders? Die sureale Überlagerung der Bilder und Orte, die Unmöglichkeit die Wüste noch als Wüste und damit als existentielle Bedrohung zu erkennen, lässt die Hoffnung zu, das am Ende die Flucht der Männer vielleicht doch gelungen ist – oder gelingen könnte.