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Videoaufnahme der Probe am 18.11.10 | Kamera & Editing: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.
cie. toula limnaios: secrets perdus
Premiere: 20. November 2010, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: 21. + 25. - 28. November + 02. - 05. Dezember 2010, jeweils 20 Uhr
HALLE TANZBÜHNE BERLIN
Eberswalder Straße 10-11
10437 Berlin
Karten: 030 - 440 44 292
ticket@halle-tanz-berlin.de
Konzept/ Choreographie: Toula Limnaios
Tanz/ Kreation: Mercedes Appugliese, Ioannis Avakoumidis, Fleur Conlon, Kayoko Minami, Ute Pliestermann
Musik: Ralf R. Ollertz
Lichtdesign: Jan Langebartels
Kostüme: Antonia Limnaios, Toula Limnaios
Public Relations: Silke Wiethe
Eine Produktion der cie. toula limnaios mit freundlicher Unterstützung der Kulturverwaltung des Landes Berlin und der Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste e.V. aus Mitteln des Bundes.
„secrets perdus“, intim wie ein Kammerstück inszeniert, ist eine Reflexion über die sinnliche Wahrnehmung und Grenz-Erfahrung in einem Raum der Stille und des Dunklen. Sie führt in magisch hermetische Miniaturen. Gedämpft und schwebend, entstehen fragmentarische Bilder voller Geheimnisse von verborgenem Zusammenhang. Darsteller und Publikum befinden sich in einem Nichts, als wären sie wie in ein undurchsichtiges Meer gefallen, wo die Wahrnehmung aller Beteiligten eingeschränkt ist, als würde sich alles in einer seltsamen Dimension ohne Anhaltspunkte auflösen. Gewöhnt an die Dunkelheit, enthüllt sich der Raum in einem milchigen Nebel, offenbart Menschen in einem Zustand zwischen Präsenz und Abwesenheit. Die Inszenierung zeigt Situationen menschlicher Entfremdung, ausgelöst durch sichtbare oder imaginierte Machteinwirkungen. Die Figuren, befangen in bestimmten Handlungen, bewegen sich an einer dünnen Linie zwischen der wiedererkennbaren Realität des Alltags und einer bizarren Traumwelt in eine entrückte Zeitlosigkeit getaucht.
Ein Haften am Licht würde die Handlung nicht durchsichtiger machen. Ein Augenblick, schon hat man sich an die Dunkelheit gewöhnt. Nach und nach wird sie wie transparent, so dass der Blick Schritt für Schritt tastend in den Raum vordringt. Lautlos folgt er den Tänzern durch das schwarze schillernde Gespinst: Still und leicht vibrierend schweifen die Gedanken in alle Richtungen - durch die Zeit. Schleier öffnen und senken sich wie Vorhänge, die der Atem der Tänzer verweht: Geheimnisse sind wie in Schatten eingeschlagen, in einer zerbrechlich bebenden Zone, leuchten in gedämpft schillernden Farben, ziehen im Nebel vorbei, wie etwas, das obwohl es von Zeit zu Zeit den Blicken entzogen wird, jederzeit präsent ist: Leidenschaft und Magie, Klarheit und Rätselhaftigkeit, Brutalität und Tiefe - Beziehungen, versponnen im Gewebe der Dunkelheit, die wie Trug-Bilder aufleuchten - ein Nachschwingen im Raum, als öffne sich einen spaltbreit eine Tür zu einer anderen Welt ...
„Meine Augen hatten begonnen, Bewegungen und Szenen im Kopf zusammenzusetzen. Unser eigener Verstand spricht ständig mit sich selbst, tauscht Argumente und Gegenargumente aus. Emotionen steigen auf, Bilder und Sprache werden dazu produziert - ein andauerndes Gespräch wie ein innerer Film. Ein Flüstern, kleine Gesten, surreale Geschichten, die ein Ganzes ergeben. In der Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit verhaftet, so dass ich in der Zwischenzeit ein ganzes Leben gelebt habe ...“
(Toula Limnaios)