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Videoaufnahme der Fotoprobe am 12.09.08 | Kamera & Editing: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.
Constanza Macras: Paraíso sem Consolação
13. bis 15. September 2008, jeweils 19.30 Uhr
HAU 1
Stresemannstr. 29
10963 Berlin
www.hebbel-am-ufer.de
Choreografie: Constanza Macras
Ein Projekt des Goethe-Instituts São Paulo und des Serviço Social do Comércio (SESC SP). Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. In Kooperation mit dem HAU.
Die Avenida Paulista, soll ein Straßenkehrer aus São Paulo mal gesagt haben, sei wie die Liebe: sie beginnt im Paradies und endet im Trost. Tatsächlich verläuft die große Banken- und Geschäftsmeile der brasilianischen Megametropole zwischen zwei Stadtvierteln mit entsprechend illustren Namen: „Paraíso“ und „Consolação“ (Trost). Von diesen hat sich auch Constanza Macras, argentinische Choreografin aus Berlin, zum Titel ihrer jüngsten, in São Paulo mit brasilianischen Tänzern und Musikern entstandenen Arbeit inspirieren lassen: „Paraíso sem Consolação“. Fragmente des Großstadt-(über-)Lebens sowie Verhaltens- und Bewegungsmuster der ja ebenso individualitätssüchtigen wie -verschluckenden Menschenmasse fügen sich zu einem großen Puzzle zusammen. So kommt das Bild einer anderen, erträumten und doch realen Stadt zum Vorschein, ein Paralleluniversum, in dem die Funken von Identität, Erinnerung, Phantasie und Möglichkeiten seiner Bewohner das Klischee von Moloch und Megalopolis konterkarieren und übermalen.
Mit 12 brasilianischen Tänzern und zwei Musikern hat Constanza Macras dieses Projekt in São Paulo entwickelt und erarbeitet. Das Ergebnis spiegelt den Arbeitsprozess wieder: die Suche nach dem Besonderen des Einzelnen und dessen Behauptung gegen den gleichmacherischen Grauschleier der Stadt.