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Interview vom 02.03.2011 | Kamera: Doris Kolde, Walter Bickmann | Editing: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.
Interview / Jana Unmüßig
Trailer / Jana Unmüßig: Ast im Auge
Ast im Auge
www.hebbel-am-ufer.de
www.hzt-berlin.de
Choreografie: Jana Unmüßig
Tanz: Evamaria Bakardjiev, Bryan Campbell, Tara Silverthorn, Sofia Simola, Søren Linding Urup
Dramaturgie: Silke Bake, Christiane Berger
Kostüme: Marie Perglerova
Lichtdesign und Technische Leitung: Bruno Pocheron
Produktionsleitung: Alexandra Wellensiek
Praktikum: Natacha Le Duff
Eine Koproduktion mit dem HAU, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds
Unterstützt von EDIFICIO – O Rumo do Fumo/Forum Dança, Lissabon, Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz, Berlin und Tanzfabrik Berlin.
Sehen sehen
In der Nähe des Anderen ausharrend und kurz darauf Bögen spannend,
beinahe und bei Nahe sein.
Dabei entsteht Berührtes, Gestreiftes.
Es kristallisieren sich Knoten;
lösen sich in Greifbares und Ungreifbares auf.
Zweierlei Sehen: Zum Einen das Wahrgenommene und zum Anderen den Akt des Wahrnehmens selbst. Dabei bildet sich ein Stoff, dessen Muster zwischen einem fragenden “Wie?” und einem “Was?” oszilliert. Die fünf TänzerInnen weben sukzessive Bewegungen zu einem Raum des begrifflosen Begreifens; eine Bewegtheit zwischen Faktischem und Möglichem, die sich durch eine flirrende Zeit in Form leiser, fast stummer Körper ausdrückt. (Jana Unmüßig)
Die Arbeit der Nachwuchschoreografin Jana Unmüßig, deren letzte Produktionen u.a. im Rahmen der Berliner Tanztage zu sehen waren, zeichnet sich durch einen minimalistischen und zugleich hoch komplexen choreografischen Ansatz aus. Kleinste Bewegungen und Veränderungen in der Anordnung der Tänzer zueinander haben Auswirkungen auf die gesamte Bühnensituation. Resultat dieser Arbeitsweise ist ein Kaleidoskop-Effekt, d.h. dass sich durch die Verschiebung eines einzelnen Steinchens ein völlig neues Bild ergibt. Ein Blick auf die den Stücken zugrunde liegende Arbeitsweise zeigt, dass Komposition und Wahrnehmung von Bewegung für Jana Unmüßig nicht voneinander zu trennen sind.
Jana Unmüßig studierte Arts du Spectacle an der Universität Sorbonne, zeitgenössischen Tanz und Choreografie an der Salzburg Experimental Academy of Dance und Choreografie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin. Ihre Arbeiten wurden u.a. bei Arge Salzburg, PACT Atelier/ Zollverein Essen, den Tanztagen Berlin/ Sophiensäle und dem Monaco Dance Forum/ Monte Carlo gezeigt. Sie war danceWEB-Stiepndaitin 2010 und erhielt Residenzen bei Movement Research in New York, Theatre Tangente/Lynda Gaudreau in Montreal, Rumo do Fumo und REAL in Lissabon.