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Videoaufnahme der Vorstellung am 13.01.2012 im Rahmen des Tanztage Berlin Festivals in den Sophiensaelen, Berlin. | Kamera & Editing: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.
Magda Korsinsky: Lena ist gerade nicht da
TANZTAGE BERLIN 2012
Vorstellungen:
13. Januar 2012, 19:00 Uhr
14. Januar 2012, 18:00 Uhr
Sophiensaele | Virchowsaal
Sophienstraße 18
10178 Berlin
Karten: 030 - 283 52 66
www.sophiensaele.de
www.tanztage.de
Choreografie: Magda Korsinsky
Performance: Mor Demer, Sandra Wieser
Musik: Klaus Janek
Kostüme, Bühnenbild: Gabi Bartels
Lichtdesign: Lutz Deppe
Gefördert durch: Deutscher Bühnenverein, HZT Berlin
Dank an: Dr. Christiane Berger, Ka Rustler, Elisabeth Molle, Heini Nukari, Jan Burkhardt, Dana Korsinsky, Magda Tuzinkiewicz
Es wird getanzt was auf den Tisch kommt!
Wer seine Füße unter den Tisch der Berliner Choreografin Magda Korsinsky stellt, den erwartet eine große Portion Unangepasstheit. Serviert wird von zwei jungen Damen, die auf einem Bankett kriechen und lümmeln als seien sie der Hauptgang. Aber nein, vernaschen lassen sich die beiden nicht. Sie wohnen hier. Die Zuschauer, in intimer Reichweite, sind für sie weniger interessant als die Gurken, eingelegten dicken Würste, Eier und der Rest der Speisen, die in ansteigender Raserei in den Zustand größter Unordnung versetzt werden. Mag doch die ganze Welt darin erotische Anspielungen entdecken, hier ist es letztendlich freies Spiel und Tanz.
Man würde es nicht vermuten und doch, Korsinskys Stück ist die freie Adaption eines Filmes. "Tausendschönen" von Vera Chytilova erstrahlte Mitte der 1960er Jahre aus dem kulturellen Dunkel des poststalinistischen Sozialismus in der Tschechoslowakei. Die Freiheit der Sinne und die Sinnlichkeit der Freiheit sind der Inhalt dieser bunten Explosion von Einfällen, die an groben Unfug grenzen. Ein Manifest für die Menschlichkeit, den Eigensinn und eine Welt, in der Nonkonformismus und Lustgewinn einander kein Gegensatz sondern Bedingung sind.
Und mit Essen spielt man doch!
Jaroslav Toussaint
MAGDA KORSINSKY, 1981 in Prag geboren, studierte Bildende Kunst an der UdK Berlin, ENSBA Paris und AVU Prag. Als Künstlerin absolviert sie zahlreiche Ausstellungen. Momentan studiert sie am HZT Berlin den Masterstudiengang Choreografie. Ihre erste Performance "VRSTVY" mit 9 Performerinnen und einem Musiker wurde 2009 in der Galerie AVU, Prag gezeigt. Das Stück "Lena ist gerade nicht da" wurde im November 2011 in den Uferstudios uraufgeführt.
MOR DEMER geboren und aufgewachsen im Kibbutz Dvir in Israel, lebt und arbeitet seit April 2010 in Berlin. Sie performt Solo- und Gruppenimprovisationen, arbeitet als Tänzerin für verschiedene Choreografen und erarbeitet eigene Stücke.
SANDRA WIESER ist in der französischen Schweiz geboren und aufgewachsen. Sie studierte Bildende Kunst an der Kunsthochschule Weißensee Berlin. Sie arbeitet u. a. mit Stephanie Maher, Kathleen Hermesdorf (im Rahmen von P.O.R.C.H). Davor hat sie u. a. bei Rosalind Crisp, Julyen Hamilton und Andrew Morrish, Performance und Improvisation studiert. Im Januar 2011 zeigte sie ein Improvisations-Stück zusammen mit Mor Demer bei den Tanztagen Berlin. Seit 2009 organisiert sie zusammen mit Meltem Nil Petunien Improvisation Series im ada Studio in Berlin.
GABI BARTELS studierte Kulturwissenschaften an den Universitäten von Kiel und Wien. Praktischer Teil ihrer Ausbildung waren zahlreiche Assistenzen mit Tourneen im In- und Ausland und Festivals. Seit 1998 arbeitet sie als Regisseurin, Bühnen- und Kostümbildnerin für verschiedene Ensembles u. a. Junge Oper Berlin, Sospiri Ardenti, Auftrag: Lorey (Schauspielhaus Frankfurt/Main & Bochum, Salzburger Festspiele/"young directors"), Neue Vocalsolisten Stuttgart (Festival für Neue Musik, Kairo) und gründete das Neue Musiktheater Nord.
LUTZ DEPPE arbeitete acht Jahre lang als Fotograf für verschiedene Labels wie Wergo, Torofon, Weltwunderrecords und Verlage wie Du Mont, Prestel, Edition Cantz. Während dieser Zeit nahm er an Ausstellungen in Berlin, Hannover und Köln teil. Im Jahr 1995 arbeitet er zum ersten Mal exklusiv mit Licht. Lutz Deppe hält nationale und internationale Workshops, von 2004 bis 2007 lehrte er an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und seit 2010 am HZT Berlin.
KLAUS JANEK, geboren 1969 in Bozen, Italien. Studierte klassischen Kontrabass mit M. Muraro, Venice, Workshops mit D. Holland, P. Kowald. L. Butch Morris, Jaribu Shahid. Er erforscht Avantgarde Musik und beschäftigt sich mit Sound Research auf dem Kontrabass und Computer, improvisierter Musik, sowie mit traditioneller und elektronischer Musik. Er veröffentlichte verschiedene CDs., komponierte Musik für Fernsehen, Tanztheater und ein Oper und entwickelte Sound für Meta Design, Berlin. Er war künstlerischer Leiter von verschiedenen Konzertreihen in Italien und Deutschland und tritt bei Konzerten und Festival in der EU, den USA, Russland, Israel, Kanada, Japan und China auf.