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Videoaufnahme der Vorstellung am 09.03.2012 im HAU 3, Berlin | Kamera & Editing: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.

Hermann Heisig / Elpida Orfanidou: united states

Vorstellungen: 09., 10., 11. März 2012, jeweils 20.00 Uhr

HAU 3
Tempelhofer Ufer 10
10963 Berlin

www.hebbel-am-ufer.de

Konzept / Performance: Elpida Orfanidou / Hermann Heisig
Sounddesign / Dramaturgie: Gerald Kurdian
Lichtdesign: Sandra Blatterer
Berg: Jaka Plesec
Bühnenbild: Hermida
Produktionsleitung: Susanne Ogan
Licht / Soundtechnik: Till Dittmar
Mit Unterstützung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Student Centre Zageb & TD Theatre-Culture of Change, Goethe- Institut Zagreb, HAU, TanzWerkstatt Berlin, Schaubühne Lindenfels und der fabrik Postdam im Rahmen des Programms Artist-in- residence.

In "united states" begeben sich Elpida Orfanidou und Hermann Heisig auf eine bizarre Reise. Sie erforschen hybride Körperbilder, in denen sich verschiedene, teils entgegengesetzte Zustände verbinden. Wie übertragen sich Gesichtsausdrücke in die Füße, Fingerbewegungen in die Ohren oder ein entzückter Blick von den Augen in die Hände? Die beiden Performer überschreiten die Grenzen zwischen mentalen und physischen Zuständen ebenso wie die unterschiedlicher tänzerischer Ästhetiken. Auf der Suche nach der Poesie eines monströsen Körpers erschaffen sie eine Atmosphäre zwischen Unheimlichkeit und absurder Komik.

In "united states" Elpida Orfanidou and Hermann Heisig go on a bizarre trip. They explore hybrid body images where various, partly contradictory states are being united. How do facial expressions transfer to the feet, finger movements into the ears or an enchanted gaze from the eyes to the hands? Both performers cross the borderlines between mental and physical states, as well as those of different dance aesthetics. Searching the poetics of a monstrous body, they create an atmosphere between uncanniness and absurd humour.

Elpida Orfanidou ist eine in Berlin lebende Choreographin und Performerin. Sie studierte in Athen, Arnhem, am CCN in Montpellier und erhielt ihren Master an der Central School of Speech und Drama in London. Parallel machte sie ihren Abschluss in Pharmazie an der Universität in Athen und schloß ihr Klavierstudium an der Hellenic Conservatory mit einem "Ausgezeichnet" ab. Finanzielle Unterstütztung für ihr Tanzstudium im Ausland erhielt Elpida von der "State Scholarships Foundation" aus Griechenland und bekam 2009 das "DanceWEB Scholarship" Stipendium des Impulstanz Festival in Wien. Ihre jüngsten Arbeiten waren "Of High Importance" (Tanztage Berlin 2011) und "Parrots at the Seabead" (Athens & Epidaurus Festival 2011). Als Performerin arbeitete sie unter anderem mit Hermann Heisig, Gui Garrido, Mahela Rostek, Meg Stuart, Tim Etchells und Vlatka Horvat zusammen.

Hermann Heisig, geboren 1981 in Leipzig, arbeitet nach seiner Ausbildung in Berlin und bei ex.e.r.ce 07 in Montpellier als Tänzer u.a. für Martine Pisani, Martin Nachbar, Meg Stuart/Damaged Goods, Begum Erciyas und Corinna Harfouch. Parallel dazu entwickelt er eigene Arbeiten, allein oder in Zusammenarbeit mit Nuno Lucas, Diana Wesser, Anne Zacho Sogaard, Elpida Orfanidou, Irina Müller. Letzte Stücke waren PONGO LAND (2008), "What comes up/ Must go up" (2009) "Themselves already Hop!" (2009/10). "united states" hatte im Oktober 2011 Premiere. Momentan arbeitet er gemeinsam mit Pieter Ampe, Nuno Lucas und Gui Garrido an "a coming community", zu sehen im Sommer.

Der Performer, Musiker und Radio-Künstler Gérald Kurdian studierte Bildende Kunst an der Ecole Nationale Supérieure d'Arts de Paris-Cergy, bevor er am CCN in Montpellier am EX.E.R.CE 07 und dem Forschungsprogramm 6M1L (6 months 1 location) teilnahm. Als Sounddesigner und Dramaturg arbeitete er mit Eszter Salamon, Mette Ingvartsen, Juan Dominguez und Eleanor Bauer zusammen und führte Regie bei zahlreichen Radio Projekten, welche die Performativität von Geräuschen und die zeitgenössische Kunstkritik untersucht. Seine musikalischen Performances wurden an unterschiedlichen Orten, wie der Fondation Cartier pour l'Art contemporain, dem Point Éphémère, dem Palais de Tokyo in Paris, dem Festival Steirischer Herbst in Graz, dem Festival Act'Oral in Montevideo, dem Baltoscandal festival in Rakvere, dem Moderna Dansteater in Stockholm und bei le Subsistances in Lyon gezeigt. Daneben komponiert er Liebeslieder für sein Avantgarde Pop Solo Projekt "This ist he hello monster!".

Seit 2004 lebt Sandra Blatterer in Berlin und arbeitet als freie Lichtdesignerin für Theater- Tanz- und PerformancekünstlerInnen in Europa.

Jaka Plesec wurde 1983 in Ljublijana, Slowenien geboren. Seit 2007 studiert er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Produkt-Design. 2011 wird er für sein Projekt Tex-Vest unter der Leitung von Prof. Carola Zwick, Dr. Zane Berzina und Clara Leskovar mit dem Avantex Innovation Prize ausgezeichnet, welches im November desselben Jahres auch am MIT Media Lab in Boston vorgestellt wurde.