Zum Inhalt

Externe Medien
Diese Website nutzt Plugins des Videoportals Vimeo. Wenn Sie ein Video zum Abspielen anklicken, stimmen Sie dem Erheben und Weitergeben Ihrer Daten an Vimeo zu und die Verbindung zu einem Vimeo-Server wird hergestellt. Der externe Player von Vimeo wird mit Do-Not-Track Parameter geladen.

Reichweitenmessung
Ihr Zugriff auf unsere Videoinhalte wird mit dem Open Source Webanalysedienst Matomo anonymisiert analysiert.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.

Aufnahme: 01.07.2023 , Sophiensæle (Video © Bickmann & Kolde GbR)

Double Much

COILING AGAINST THE SUN

Leisure & Pleasure Festival | Sophiensæle

Texte zur Produktion

2020 lebte eine Gruppe plötzlich arbeitsloser Berliner Tänzer*innen in Ungewissheit inmitten strenger staatlicher Vorschriften zu Körperlichkeit, Berührung und Mobilität. Sie begannen, sich regelmäßig im öffentlichen Raum zu treffen. Dort spielten sie Double Dutch: Ein Spiel mit zwei Springseilen, die in entgegengesetzte Richtungen geschwungen werden, so dass sie sich rhythmisch kreuzen. Dabei springen eine oder mehrere Personen in der Mitte. Was als Reaktion auf die Corona-Lockdowns begann, hat sich seither zu einer fortlaufenden Praxis entwickelt. Fünf Künstler*innen erkunden regelmäßig die Verbindung des Spiels zu tranceähnlichen Zuständen und zur Clubkultur vom frühen Hip-Hop bis zum Techno. Aus Schwarzer feministischer Sicht gehört Double Dutch zu der langen Reihe von Methoden, mit denen Schwarze US-Amerikaner*innen Gemeinschaft und Kultur aufrechterhalten haben: Das Spiel bietet einen Raum für körperliche Praktiken und orale Traditionen, mit denen kontrollierende Bilder und Erzählungen bekämpft werden, die versuchen, Existenzen auszulöschen. Aber auch Freude, Kreativität, das unproduktive Kunstschaffen, die Verspieltheit und Zusammengehörigkeit innerhalb des verdrehten Lebensstils von freiberuflichen Tanzschaffenden lässt sich im Double Dutch erkunden.

DANI BROWN ist in Rochester, NY, USA, geboren und aufgewachsen. Sie absolvierte ihren Bachelor of Dance an der ArtEZ Hochschule der Künste in Arnheim, NL. Heute lebt sie in Berlin und arbeitet international als Choreografin, Performerin, Forscherin und Lehrerin. Ihre Arbeiten und Kollaborationen wurden weltweit präsentiert und ihr neuestes Werk, The Pressing, wurde im Juli 2022 im Radialsystem in Berlin uraufgeführt.

JUSTIN F KENNEDY (VI/DE) ist ein in Berlin lebender Tanz- und Gesangskünstler, Lehrer und DJ aus St. Croix, US Virgin Islands. Justins Forschung entwickelt sich aus einer langjährigen Tanz- und Gesangspraxis und deren weiterer Übersetzung in Workshops, Science-Fiction-Opern, Installationen, Straßeninterventionen, Happenings, Musik und Film.

NASHEEKA NEDSREAL ist eine multidisziplinäre Künstlerin, Tänzerin und Choreografin aus Louisiana, die mit den Mitteln der Klang- und Bildkunst arbeitet. In ihren Arbeiten, die sich mit Themen wie Identität, Ritual, Futurismus, Spiel und Improvisation befassen, setzt sie Stimme, Collagen, gefundene Objekte, Textilien und Maskierungen ein. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Ballhaus Naunynstraße, im HAU Hebbel am Ufer, auf Kampnagel, Sadler’s Wells und im Theater o.N. gezeigt. Zuletzt war Nedsreal 2022 Artist in Residence bei Black Rock Senegal. Derzeit ist sie Mitglied des Tanzensembles des Schauspielhauses Zürich.

SIMO VASSINEN (FI/DE) ist Tänzer, Performer, Autor, Übersetzer, Bodyworker und ehemaliger Zukunftsforscher. Seine Performances befassen sich u.a. mit Psychotherapie, Emotionen im Zusammenhang mit dem Klimawandel, dem Eurovision Song Contest und subkulturellen Codes – oft vermischt er gesellschaftliche Forschung und Journalismus mit Tanz und Körperlichkeit. Er hat seine Arbeiten u.a. bei den Tanztagen Berlin, im Delphi Theater, bei ada, in den Uferstudios und im Kiasma Museum gezeigt. Derzeit arbeitet er in Deutschland und Finnland mit dem Drang, die Transzendenz von Tanz und Rave-Kultur mit Psychoanalyse, dynamischer Meditation, Körperarbeit und Zukunftsforschung zu verbinden.

GABRIELLE VON WÄRE ist eine Tänzerin, Choreografin und Mutter von zwei Kindern aus Rochester, NY. Sie begann schon jung zu tanzen und ihre Karriere führte sie von den USA über Istanbul bis jetzt nach Berlin. Sie beschreibt ihren Bewegungsspielraum als „physische Lyrik“ und hat in Filmen, Musikvideos und zahlreichen Theatern in ganz Europa mitgewirkt. Nachdem sie mit Stars wie Jasmine Masters gearbeitet hatte, begann Von Wäre zusätzlich mit dem Entwerfen von Kleidung und Textilmustern. Außerdem arbeitet sie als Bewegungscoach und Lehrerin mit einem starken Fokus auf Stimme und dem, was sie als „Ancestral Fascia“ bezeichnet.

[Quelle: sophiensaele.com]

TFB Nr. 1782

Besetzung & Credits

KÜNSTLERISCHE LEITUNG: Nasheeka Nedsreal
PERFORMANCE: Dani Brown, Justin F. Kennedy, Nasheeka Nedsreal, Simo Vassinen, Gabrielle von Wäre

Eine Produktion von Double Much in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE im Rahmen von Leisure & Pleasure, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Sophiensæle

Sophienstraße 18
10178 Berlin

sophiensaele.com
Karte

Tickets: (030) 283 52 66

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Nach oben