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Physis
Aufnahme: 24.02.2023 , Tanzfabrik / Uferstudios (Video © Bickmann & Kolde GbR)

Moritz Majce

Physis

Fold – New Works #2 | Tanzfabrik Berlin / Wedding

Texte zur Produktion

Physis
MOVEMENT SPACE

Wie können wir einander begegnen, ohne dabei verletzt zu werden? Mit »Physis« versuchen Moritz Majce und die Tänzer*innen Johanna Ackva, Ágnes Grélinger, Zuki Ringart, Yuri Shimaoka und Cary Shiu eine Feier des Gemeinsamen — ohne die Unterschiede, das Risiko, die Unwahrscheinlichkeit und die Fragilität dieses Zusammenseins zu ignorieren.

Die Performer*innen tanzen die Verbindungen zwischen den Körpern und verbinden die Körper mit ihren Bewegungen. »Physis« ist die Suche nach dem Raum der Körper, einer geteilten und bewegten Landschaft des Entstehens und Vergehens von Bezügen zwischen allen Anwesenden. Mit einer eigens entwickelten, auch auf die körperliche Präsenz der Besucher*innen bezogenen relationalen Bewegungspraxis, dem Relational Flow, entsteht ein räumliches Kontinuum von Beweger*innen und Besucher*innen.

Mit »Physis« wird nicht ein abgeschlossenes Stück vor Publikum präsentiert, sondern eine körperliche Erfahrung der Miteinander-Verbundenheit geteilt. Wie kann, darf, muss sich dabei auch die Rolle der Zuschauenden ändern? Wie können wir einander Raum geben, in Kontakt sein und uns dabei sehen lassen, einander begleiten?

Moritz Majce (er/ihm) ist ein in Berlin lebender Choreograf und bildender Künstler, der an Choreografien für gemeinsame Räume arbeitet: bewegte Installationen und begehbare Performances. In seiner künstlerischen Praxis interessiert er sich für das, was zwischen Körpern passiert, wenn sie sich begegnen. Seit 2019 arbeitet er an Relational Flow, einer kollektiven Bewegungspraxis für Tänzer, die die Körper und Sinne des Publikums mit einbezieht.
www.moritzmajce.com

Johanna Ackva‘s choreografisches und künstlerisches Interesse gilt Momenten der Begegnung, dem Dazwischen, den Prozessen, in denen wir gemeinsam Welt(en) gestalten. Das Erforschen materieller, affektiver, symbolischer und politischer Dimensionen von Beziehung verbindet Johannas Proben- und Probierprozesse mit denen des öffentlichen Teilens. Neben körper- und bewegungsbasierten Praxen sind Gespräche – mit Expert*innen, Fremden und Freund*innen – wesentlich für ihre Arbeit. www.johannaackva.com

Ágnes Grélinger ist eine ungarische Tänzerin, Choreografin und Tanzlehrerin. Ihr Diplom erhielt sie an der Danish National School of Performing Arts. Sie arbeitet international, in Ungarn, Dänemark und Deutschland, produziert eigene site-spezifische Arbeiten zum Verhältnis des Humanen und Non-Humanen und kollaboriert mit anderen Künstler*innen. Bisherige Zusammenarbeiten u.a. mit: Moritz Majce, Frédéric Gies, Eleanor Bauer, Sara Shelton Mann, Andreas Liebmann und anderen.

Zuki Ringart ist ein medienübergreifend arbeitender Künstler mit einem Hintergrund in Tanz und Performance, der in Israel aufgewachsen ist. Zuki lebt heute in Berlin, wo er auch arbeitet, genauso wie in Israel. Zuki absolvierte die Tanzausbildungsprogramme MASPA und VIDP (Israel) und das B.A.-Programm am HZT (Berlin). Seit 2015 hat Zuki als Tänzer, Performer und Dramaturg Werke geschaffen und mit verschiedenen Künstlern und Choreographen zusammengearbeitet.

Der Tänzer Cary Shiu wurde in Hongkong geboren und lebt in Berlin. Er absolvierte den MA SODA (Solo/Dance/Authorship) am HZT/UDK in Berlin und erhielt eine Tanzausbildung in La Manufacture, Schweiz. Derzeit arbeitet er an Projekten von Zufit Simon, Lee Meir und Moritz Majce. Seit 2019 arbeitet er mit dem Improvisationsensemble Instant PIG//Stuttgart zusammen. Sein aktuelles Interesse gilt den Sinnen der Fürsorge, die er durch seine Arbeit als Tänzer erforscht und reflektiert.

Yuri Shimaoka ist eine Tänzerin aus Nagano, Japan. Seit 2015 lebt sie in Berlin und kollaboriert mit verschiedenen Künstler*innen in den Bereichen Screen, VR, Installation und Tanz. Sie hat u.a. mit Yoko Ando und YCAM InterLab, Matteo Marziano Graziano, Ersan Mondtag und IASA gearbeitet. Als Gastlehrerin gibt sie Ballettunterricht mit einem somatischen Ansatz in offenen Tanzstudios und Schulen.

[Quelle: tanzfabrik-berlin.de]

TFB Nr. 1735

Besetzung & Credits

Leitung + Entwicklung: Moritz Majce
Künstlerische Mitarbeit: Sandra Man
Performance + Entwicklung: Johanna Ackva, Ágnes Grélinger, Zuki Ringart, Yuri Shimaoka, Cary Shiu
Entwicklung: Djibril Sall
Public Companions: Evgenia Chetverkova, Yi-Chi Lee, Sunayana Shetty, Nobutaka Shomura
Companions: Marga Alfeirao, Elena Basteri, Regina Baumgart, Giorigia Bovo, Helen Burghardt, Lisa Densem, Charlie Fouchier, Anna Galt, Nik Haffner, Yu-Yuan Huang, Mira Jochimsen, Moo Kim, Dany Kirilov, David Kummer, Kata Kwiatkowska, Paul Meier, Kouroush Mostoufi, Ingrid Müller-Farny, Peter Pleyer, Evan Swisher, Rai Todoroff, Aya Toraiwa, Hussein Zaki
Outside Eye: Bettina Neuhaus
Körper-Training: Sigal Zouk
Kostümdesign: Filippo Cecconi, Nina Loxton
Idee + Konzept Space Suits 4.0: Moritz Majce + Nina Loxton
Produktion: Micayla Laco, Tiphaine Carrère Loquet
Technik: Andreas Harder, Marc Lagies
Übersetzung: Anna Galt

Eine Produktion von Moritz Majce + Sandra Man
Koproduktion: Tanzfabrik Berlin
Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin.

Tanzfabrik Berlin / Wedding

Uferstr. 23
13357 Berlin

tanzfabrik-berlin.de/
Karte

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Moritz Majce / Trailer und Videodokumentationen

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