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Aufnahme: 24.09.2021 , Tennis-Club Tiergarten (Video © Walter Bickmann)

Sophie Guisset

Wilson

Tanzfabrik Berlin | Tennis-Club Tiergarten

Texte zur Produktion

«Wilson» ist die Einladung, einen Raum zu betreten, in dem sichtbare und versteckte Codes im Spiel sind. Die sozialen und physischen Interaktionen untersuchend, die sich auf einem Tennisplatz entwickeln könnten, eröffnet diese Arbeit ein Feld der Fantasie, in dem Vergnügen, Spannung, Zuneigung, Sex und Flirts nie weit entfernt sind. Wie können Sexualität und Intimität in der Öffentlichkeit ausgelebt werden? Wie können Partner*innen in einem kodifizierten Umfeld miteinander spielen und dennoch ein Gefühl der Freiheit erhalten? «Wilson» ist sich seiner eigenen Grenzen und Beschränkungen bewusst. Es ist der Versuch, innerhalb einer Aufführung, mehr zu verhandeln. Dem Publikum wird dabei die geheime Position des Voyeurs zugewiesen, der durch einen utopischen, queeren und inklusiven Cruising-Bereich schlendert. Begleiten Sie uns bei diesem Ausdruck von Lust und Vergnügen, bei dem es im exklusiven Tennisclub feucht und schmutzig wird. «Wilson» ist das, was Sie daraus machen – ein Moment, ein Angebot, in die eigene Fantasie einzutauchen.

Sophie Guisset ist eine in Berlin lebende Performance-Macherin. Nach ihrer Ausbildung zur Schauspielerin am Königlichen Konservatorium von Mons (BE) nahm sie am Dance Intensive Program der Tanzfabrik Berlin teil. Sie hat mit Olga Tsvetkova, Fanny Brouyaux, Consolate Sipérius,Philipp Urrutia, Enis Turan, Natasza Gerlach and Lisa Vereertbrugghen gearbeitet.

Clara Conza ist Performer*in und Shiatsu-Praktiker*in und lebt in Berlin. Nach einem B.A. in Theaterwissenschaften (FU Berlin), dem Dance Intensive Program (Tanzfabrik) und einer Shiatsu-Ausbildung bereitet er/sie sich derzeit auf die Zertifizierung als Heilpraktiker*in vor. Die Projekte, an denen er/sie mitgewirkt hat, bieten queere Landschaften der Ekstase an, die unser Verhältnis zu Lust und Zugehörigkeit hinterfragen.

Lisa Vereertbrugghen (geb. 1986) ist Tänzerin, Choreografin und Forscherin und lebt in Brüssel. Seit 2014 erforscht sie Hardcore-Techno-Tanzstile in verschiedenen Formaten: Performances, Lecture-Performances, Performance-Installationen und Publikationen. „Softcore“, „a hardcore encounter“ and „DISQUIET – sensational aesthetics of a technokin“ sind ihre jüngsten Performances. Ihre Arbeiten wurden gezeigt in: MDT (Stockholm), Oktoberdans (BIT, Bergen), Playground Festival (STUK, Leuven), BUDA (Kortrijk), Bâtard Festival (Brüssel und Amsterdam), CA2M (Madrid), Showroom MAMA (Rotterdam), CAMPO (Gent), Rencontres Chorégraphiques (Paris) und anderswo.

Isabelle Bats (1969, Charleroi BE) ist Autorin, Regisseurin, Performerin und Kuratorin. Ihre Arbeiten wurden im Théâtre de la Balsamine, in den Halles de Schaerbeek und im Théâtre Océan Nord in Belgien gezeigt. Sie hat auch mit den Halles de Schaerbeek, Brass, Festival Trouble und dem Théâtre de l’Ancre in Belgien zusammengearbeitet. Ab Januar 2021 arbeitet sie als neue Co-Direktorin (mit Mathias Varenne) am Théâtre de la Balsamine (Brüssel).

[Quelle: tanzfabrik-berlin.de]

TFB Nr. 1575

Besetzung & Credits

Konzept, Regie: Sophie Guisset
Dramaturgie: Lisa Vereertbrugghen
Performance: Isabelle Bats, Clara Conza, Lisa Vereertbrugghen
Licht: Loic Iten
Sounddesign: Sophie Ruston
Choreografische Beratung: Fanny Brouyaux
Bühnenbild: KRAFT Studio
Kreative Produzentin: Pauline Payen
Produktion: Valérie Terwei
Koproduktion: Charleroi Danse (BE), Latitudes Contemporaines (FR), Wallonie Bruxelles International, Tanzfabrik Berlin
Gefördert durch die Einzelprojektförderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCENETZ – STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz
Residenz: Tanzfabrik Berlin, Wp Zimmer (BE), Buda Kortrijk (BE), Le Bamp (BE), Garage 29 (BE), De Grote Poste (BE), Charleroi Danse (BE)
Unterstützt vom Tennis-Club Tiergarten.
Ein großes Dankeschön an Matthieu Goeury.

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

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