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Aufnahme: 06.12.2012 , DOCK 11 (Video © Walter Bickmann)

David Bloom, Daniela Seel

Bewegungsschreiber 4 |

DOCK 11

Texte zur Produktion

Bewegungsschreiber. Dichtung trifft Tanz
vier Performance-Abende aus Text und Bewegung

Das Körperliche der Lyrik trifft im Laboratorium Bewegungsschreiber auf die Sprache des Tanzes. Vier Tänzer und vier Lyriker beschreiben, unterlaufen und verschieben die Grenzen ihrer Medien, nehmen Impulse auf und konfrontieren sich mit einer scheinbar fremden Welt des Ausdrucks. Dabei versteht sich Dichtung seit je her als performative Kunst, der – ebenso wie dem Tanz – Rhythmus, Beweglichkeit und Körperlichkeit zu eigen sind.

Welche Sprache spricht man, wenn man tanzt, welche, wenn man Gedichte schreibt? Wann versteht wer was wie? Oder geht es gar nicht so sehr ums Verstehen im herkömmlichen Sinn?

(Un)gleiche Partner begegnen sich im Dialog auf der Bühne. Aber es geht um mehr, als die Arbeit der anderen in eine Interpretation zu bringen, nicht nur Sprache in Rhythmus, Bewegung in Text, Worte in Formen zu übersetzen. Körper, Stimmen und Sätze interagieren auf andere Art miteinander. Die Ergebnisse sind dialogische Werke, die ein Neues, Drittes, jenseits der Gattungen entstehen lassen, eine neue Sprache bestehend aus Worten und Bewegung in gleichen Teilen.

David Bloom Geboren in Heidelberg, Familie aus New York, NY. Spielt seit 16 Jahren beruflich Klavier, unter Anderem in der Bar Marie’s Crisis in New York. Tanzausbildung hauptsächlich an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. War Mitglied des Tanzensembles am Staatstheater Darmstadt bei Mei Hong Lin, danach Projekte mit Marco Santi, Michael d’Auzon, Nir de Volff / Total Brutal, Micha Purucker, Ingo Reulecke, Canan Erek, Friederike Plafki & Felix Ruckert. Abschluss des Studiengangs M.A. Choreografie am HZT Berlin, danceWEB-Stipendiat 2012.

Daniela Seel Geboren 1974 in Frankfurt / Main, lebt als Dichterin, Verlegerin und Übersetzerin in Berlin. 2011 erschien bei kookbooks ich kann diese stelle nicht wiederfinden. Als mobile sensorische Einheiten beobachten ihre Gedichte die Kontaktstellen zwischen außen und innen, Dressur und Natur, Mensch und Tier, Sprache und Haut und moderieren zugleich den Austausch, der dort verhandelt wird. Einige ihrer Texte wurden ins Polnische, Englische, Slowakische, Französische, Norwegische, Italienische, Niederländische, Serbische und Kroatische übersetzt.

Roy Carroll Komponist und Musiker, geboren in Dublin, lebt in Berlin. Seine Arbeiten betonen die Körperlichkeit von Musik, indem sie räumliche Wechselwirkungen zwischen digitalen und akustisch erzeugten Klängen schaffen und sie im Zustand der Entstehung erforschen. In Carrolls Performances kommen Lautsprecher ohne Gehäuse, resonante Objekte, Materialien mit strukturierten Oberflächen und Rückkopplungen zum Einsatz. Es werden Situationen allgemeiner Instabilität geschaffen, die den Aspekt einer wiederholbaren Komposition dennoch nie außer Acht lassen. Roy Carroll ist Mitglied des Kollektivs The Instrument.

[Quelle: Abendzettel & www.dock11-berlin.de]

Besetzung & Credits

Performance: David Bloom, Daniela Seel
Gedichte: Daniela Seel
Choreografie: David Bloom
Sound: Roy Carroll
Raum / Ausstattung: Christina Godelmann, Karola Lüttringhaus,
David Bloom, Daniela Seel in Kollaboration

Bewegungsschreiber
Künstlerische Leitung: Martina Hefter und Ingo Reulecke
Künstlerische Mitarbeit / Assistenz: Katharina Meves
Technische Leitung: Miriam Akkermann
Lichtdesign: Stefan Tietz
Produktion: Annett Hardegen
Eine Produktion in Kooperation mit DOCK 11 und dem Masterstudiengang Bühnenbild / Szenischer Raum der TU Berlin.
Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

DOCK 11

Kastanienallee 79
10435 Berlin

dock11-berlin.de
Karte

Tickets: (030) 448 12 22
ticket@dock11-berlin.de

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

David Bloom / Trailer und Videodokumentationen

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