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Aufnahme: 30.06.2017 , Open Spaces / Tanzfabrik / Uferstudios (Video © Walter Bickmann)

Karol Tyminski

CHURCH OF NON-DIVINE

Open Spaces | Tanzfabrik Berlin / Wedding

Texte zur Produktion

Kurz nachdem Science Gott getötet hat, gingen wir tanzen. Wir schwitzten die alten Doktrinen aus, schüttelten Normen ab und trampelten über den alten Glauben. Wir waren Fleisch und Knochen. Wir stießen gegeneinander und nahmen Formen an, die uns nicht eigen waren. Blut rauschte durch unsere Venen, als ob diese Autobahnen wären, die uns zu unbekannten Orten bringen könnten. Die Köpfe kurz vorm Platzen, die Welt vor dem Auseinanderdriften. Ich wusste, dass sie morgen noch da sein wird; doch möglicherweise ein wenig anders. Science und ich würden einen einen Chiapudding essen, bevor sie versuchte mir alles zu erklären. Was ich nicht wusste war, dass wir eine Kirche eröffnen würden, in welcher man das Selbst, wie wir es kennen, zerschlagen kann.

Karol Tyminski ist ein polnischer, in Berlin ansässiger Performer und Choreograf. Bei der Entwicklung seiner choreografischen Sprache unterscheidet er zwischen formalen Aspekten und erforscht die Physis des Performer-Körpers bis hin zu der Ebene von Gewebestrukturen, welche so zur Quelle für choreografisches Material wird. Er zielt darauf ab, über den menschlichen Zustand zu sprechen, indem er die emotionale Seite eines Performers über die Durchdringung von Körperlichkeit erreicht. Diese Aktivitäten zeichnen sich oft durch eine Nähe zu rituellen Erfahrungen aus. Zu Karol Tyminskis Arbeiten umfassen unter anderem: Liminal, welches in Zusammenarbeit mit der Icelandic Dance Company entstanden ist, This is a musical, Pussy, E-sound, Beep, Doll House, Orlando und Crete for C.

Kasia Wolińska, geboren in Gdańsk, hat ihre Abschlüsse am Dance Department der Music Academy in Łódź, am Cultural Anthropology Department der Universität Łódź und am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (Dance, Context, Choreography Program) in Berlin gemacht. 2015 wurde sie zum Programm Danceweb des Impulstanzfestivals in Wien eingeladen. Seit Januar 2013 entwickelt sie ihre eigene Praktik Hi Mary, welche bereits in Berlin, Gdańsk, Łódź, Warsaw, Kalisz, Kopenhagen und Amsterdam präsentiert wurde. Sie war Residentin des Centro Selva in 2014 und des transeuropa Festivals in 2015. 2016 war sie Teil des Global Practice Sharing Program (Movement Research/ Art Stations Foundation) in New York.

Michael O’Connor (USA / AT) hatt einen BFA-Abschluss der Universität Utah und einen Master-Aschluss von Das Choreography. 2003 bis 2010 war er Mitglied von Cie. Willi Dorner und hat das Stück Bodies in Urban Spaces weltweit präsentiert. Im Jahr 2008 bezeichnete die Zeitschrift BalletTanz ihn im Kontext seines choreografischen Solodebüts als herausragenden Tänzer. Als eingeladener Künstler hat er bei SNDO, SEAD, HfMDK, der Kopenhagen School of Arts und der Arizona State University unterrichtet. Sein Stück TERTIARY wurde für den Prix d’Jardin nominiert. Er hat mit David Zambrano und Deborah Hay gearbeitet. In diesem Sommer präsentierte er seine neurowissenschaftlichen Recherchen beim Spring Dance und an der Mind and Brain School in Berlin.

[Quelle: Abendzettel]

TFB Nr. 1071

Besetzung & Credits

Choreografie: Karol Tyminski
Performance: Mike O’Connor, Karol Tyminski, Kasia Wolinska
Musik: Marc Lohr, ARCA
Dramaturgie: Agata Siniarska
Lichtdesign: Maika Knoblich
Kostüme: Maldoror/Grzegorz Matląg
Video: Ashiq Jahan Khondker
Fotografie: Katarzyna Szugajew (Szuga Szu)
Technische Leitung: Robert Lange
Produktion: M.I.C.A. – Movement in Contemporary Art
Gefördert durch die Senatsverwaltung Kultur und Europa, die Tanzfabrik Berlin und im Rahmen von apap – Performing Europe 2020, kofinanziert durch das Creative Europe Programme der EU.
Unterstützt durch das Center in Motion Choreographers Workspace Warsaw und die Residenz am Tanzhaus Zürich.

Open Spaces
Künstlerische Leitung: Ludger Orlok
Produktionsleitung: Juan Gabriel Harcha
Organisation: Vincenz Kokot
Festival-Assistenz: Marc Lagies
Kommunikation: Ann-Christin Schwalm
Social Media: Salma Virág Pethö-Zayed
Pressearbeit, Redaktion: Nora Gores
Technische Leitung: Martin Pilz

Das Performanceprogramm der Tanzfabrik Berlin wird gefördert durch die Senatsverwaltung Kultur und Europa und im Rahmen von apap – Performing Europe 2020, kofinanziert durch das Creative Europe Programme der EU.

Tanzfabrik Berlin / Wedding

Uferstr. 23
13357 Berlin

tanzfabrik-berlin.de
Karte

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Karol Tyminski / Trailer und Videodokumentationen

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