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Aufnahme: 14.01.2017 , Tanztage Berlin 2017 | Sophiensæle (Video © Walter Bickmann)

Cécile Bally

THE SLEEP OF REASON

Tanztage Berlin 2017 | Sophiensæle

Texte zur Produktion

In Francisco de Goyas berühmter Radierung Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer (1797) sieht man Goya schlafend auf seinem Schreib-tisch liegen, umgeben von Tieren der Nacht: Eulen, Katzen, und Fleder-mäusen. Auf der Rückseite der Grafik steht: „Die vom Verstand ver-lassene Fantasie kann menschenunmögliche Monster erschaffen. Die mit dem Verstand vereinte Fantasie ist die Mutter der Kunst und die Her-kunft der Wunder.“ Ein Jahrhundert später wurde Bram Stokers Stück Dracula (1897) veröffentlicht. Nach weiteren einhundert Jahren wurde Buffy – Im Bann der Dämonen 1997 im Fernsehen ausgestrahlt.

The Sleep of Reason schlägt eine Aneignung der Vernunft in der Welt der Untoten vor: Vampire sprechen für sich selbst und betrachten unsere Welt aus ihrer Perspektive, indem sie mit Aberglaube und Klischees über sie spielen. Wenn Menschen tatsächlich nicht mehr an Vampire glauben, glauben sie dann trotzdem noch an die Magie des Theaters? Kann die Bühne überhaupt das magische Potential beibe-halten, wenn doch alle Tricks gezeigt werden?

CÉCILE BALLYS künstlerische Praxis schafft Verbindungen zwischen Wirtschaftswissenschaft und Tanz und ist eine humorvolle Suche nach der Magie in der Performancekunst. Für ihr Solo An Organizational Study, That’s My Work erhielt sie die Nachwuchsförderung des Goethe-Instituts. Sie arbeitete unter anderem mit Martin Hansen, Clément Layes, Alex Martinis Roe und dem Kollektiv BlingBlingRecycling.

LOUISE TRUEHEART ist Tänzerin, Autorin und Choreografin. Sie ist Teil von Coven Berlin und International Office und erhielt im Jahr 2016 das danceWEB Stipendium. Louise arbeitete mit Hana Erdman, Nikima Jagudajev, Ruairi Donovan, Alice Chauchat und Tino Sehgal.

JULIA PLAWGO studiert am HZT Berlin und sieht die Arbeit mit Tanz und Choreografie als eine Überlebensstrategie an.

SANDRA BLATTERER, geboren in Wien, lebt und arbeitet in Berlin. Ihr Interesse gilt dem Experimentieren mit verschiedenen Lichtqualitäten und der Wirkung von Licht in Räumen. Sie arbeitete unter anderem mit Shannon Cooney, Siegmar Zacharias, Sergiu Matis, Jana Unmüßig, Begüm Ericyas, Hermann Heisig und Laurie Young.

Besetzung & Credits

CHOREOGRAFIE: Cécile Bally
PERFORMANCE: Cécile Bally, Julia Plawgo, Louise Trueheart
LICHTDESIGN: Sandra Blatterer
BÜHNE: Cécile Bally, Sandra Blatterer, Alexandre Viard
OUTSIDE EYE: Asaf Aharonson
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
Mit freundlicher Unterstützung des HZT Berlin.
Besonderer Dank an Liselotte Singer, Martin Hansen und Antonia Baehr.

TANZTAGE BERLIN 2017
KÜNSTLERISCHE LEITUNG: Anna Mülter
PRODUKTIONSLEITUNG: Franziska Schrage
PRODUKTIONSASSISTENZ: Johanna Withelm
FESTIVALASSISTENZ: Denise Biermann, Ece Tufan
DRAMATURGISCHE BEGLEITUNG: Thomas Schaupp, Maja Zimmermann
Die 26. Tanztage Berlin sind eine Produktion der SOPHIENSÆLE.
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
Mit freundlicher Unterstützung von Goethe-Institut, Deutsche Botschaft Teheran, Tanzfabrik Berlin e.V. und mapping dance berlin.

Sophiensæle

Sophienstraße 18
10178 Berlin

sophiensaele.com
Karte

Tickets: (030) 283 52 66

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Cécile Bally / Trailer und Videodokumentationen

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