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Aufnahme: 21.07.2021 , Sophiensæle (Video © Walter Bickmann)

Isabelle Schad, Naïma Ferré, Jasmin Ihraç

TURNING SOLO 2

Sophiensæle

Texte zur Produktion

Die Arbeiten FUR, Rotations und TURNING SOLO 2 sind Teil einer fortlaufenden Serie der Choreografin Isabelle Schad, in der sie Rhythmen und Energien zu choreografierten Erfahrungen formt. Gemeinsam mit den Performer*innen schafft sie drei sehr persönliche Porträts. Die Arbeiten laden ein, in einen Prozess der Zeitlosigkeit einzutauchen, der Nähe und Kontemplation.
isabelle-schad.net

TURNING SOLO 2 ist eine Weiterführung der Arbeit Turning Solo. Im Dialog mit der Whirling Praxis der Tänzerin Naïma Ferré steht Schads Forschung zu Achsumdrehung und Gewichtsverlagerung, innerer Bewegung und Energiefelder, die einen selbst und andere bestimmen. 2020 erarbeitet sich die Tänzerin und Choreografin Jasmin İhraç das Score und lässt es in ihrer Interpretation zu einem eigenen Universum werden: eine andere Person, ein anderes Porträt. TURNING SOLO 2 führt nun erstmalig beide Porträts zu einem simultan erlebbaren Double zusammen.

[Quelle: Abendzettel]

Die jüngste Vergangenheit und derzeitige Situation der Corona-Krise wirft viele Fragen auf – persönliche und allgemeine. Sie fragt nach neuen Wegen, neuen Formaten und Formen innerhalb einer weitgefächerten Palette von Regeln und Einschränkungen, die gemacht wurden, um gesund und heile zu bleiben. Sie fordert jedoch noch viel mehr ein und ermutigte uns zum Innehalten, zum Nach- und Umdenken. Sie ermutigte, Formen der Heilung und Kontemplation zu erkunden. Wie schaffen wir es, miteinander verbunden zu bleiben, verbunden mit dem eigenen Selbst und miteinander im Allgemeinen wie im Speziellen? Und das in / nach einer Zeit, in der Kontakt, physische Nähe und Verbundenheit im weitesten Sinne verboten sind / waren? Aufgrund besagter Einschränkungen habe ich während der letzten Monate in eins zu eins Konstellationen gearbeitet. Praktische (Rahmen-)Bedingungen wirkten auf die künstlerischen Prozesse ein. Durch eine tägliche Praxis der Achtsamkeit, Fürsorge, sowie des gegenseitigen Zuhörens wurde schließlich Distanz zur Nähe: wir pflegten die Vertrautheit im Kontakt zu uns selbst und im Miteinander.

Der physische und energetische Ansatz für die beiden Soli Rotations und FUR, die als Teil meiner Portraitserie zu verstehen sind, sind daher auch eine Antwort auf die Pandemie. Und ein Vorschlag, in einen Prozess der Zeitlosigkeit, in eine andere Welt einzutauchen. In eine Welt, ein kleines Universum der Nähe und Kontemplation.

TURNING SOLO 2 ist eine Verlängerung der Solo Performance mit dem gleichnamigen Titel. Sie bringt zwei Interpretationen, zwei Welten, zwei singuläre Portraits in einem einzigen Zeitfenster zusammen: lange hatte ich schon davon geträumt. Naïma und Jasmin sind so unterschiedlich, jedoch eröffnet die gemeinsame Aktion des Drehens und der Ablauf auf Basis desselben Scores eine gemeinsame Grundlage, die viele Überschneidungen von Resonanzen und Erfahrungen eröffnet: Parallelismen von kontrastierender Farbe.

Mit zwei T-Shirts lässt sie afrikanische, spanische und mystische Kulturelemente aufleuchten, vermittelt mit Turban den Habitus anderer Völker, verwandelt sich in Torero und Stier, vergrößert sich zum Riesen, zu flatternden Phantasiewesen und demonstriert gleichzeitig die euphorisierend fröhliche Wirkung des Tanzens. (Michaela Schabel)

Nicht Ekstase ist das Ziel der hoch konzentrierten Selbstverschraubung, sondern die meditative Ausstülpung von Bewegungsenergien, die dem Sog des erzeugten Strudels standhalten. Eine beglückende Doppelmeditation, die die Welt auf jeden Fall besser macht. (Astrid Kaminski)

[Quelle: sophiensaele.com]

TFB Nr. 1543

Besetzung & Credits

KONZEPT, CHOREOGRAFIE: Isabelle Schad
KO-CHOREOGRAFIE, PERFORMANCE: Naïma Ferré & Jasmin Ihraç
MUSIK: Damir Simunovic
LICHT: Emma Juliard
KOSTÜM: Charlotte Pistorius
OBJEKT: Volker Hüdepohl
PRODUKTIONSLEITUNG: Heiko Schramm

Eine Produktion von Isabelle Schad in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE und Transart Festival Bozen.
Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und das NATIONALE PERFORMANCE NETZ. Koproduktionsförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Dank an Wiesen55 e.V.

Sophiensæle

Sophienstraße 18
10178 Berlin

sophiensaele.com
Karte

Tickets: (030) 283 52 66

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Isabelle Schad / Trailer und Videodokumentationen

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