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Aufnahme: 29.11.2014 , HAU Hebbel am Ufer (HAU2) (Video © Walter Bickmann)

Isabelle Schad

Collective Jumps

HAU Hebbel am Ufer (HAU2)

Texte zur Produktion

isabelle-schad.net

In ihrer neuen Arbeit setzt sich Isabelle Schad mit der Utopie der Gemeinschaftsbildung im Tanz auseinander. In Zusammenarbeit mit dem Künstler Laurent Goldring untersucht die Choreografin mit einer Gruppe von 16 Tänzern, welche Möglichkeiten sich in der Beziehung zwischen Form und Freiheit ergeben. Kann die Herstellung eines unendlichen, vereinten, monströsen Körpers ein Ort des kulturellen Widerstands sein? Die Vorstellungen werden von einem Vortrag, Filmen und einem Publikumsgespräch begleitet.

„Der Körper dieser Gruppe besteht aus Vielen. Wir widmen uns Praktiken, die gemeinschaftsbildend sind, nicht individualisierend. Wir verstehen diese Praktiken als Weg. Sie sind biologischer, zellulärer, energetischer Natur. Wir verstehen Freiheit im Verhältnis zu Form. Form, die aus inneren Prozessen und ihren Rhythmen entsteht. Rhythmus schafft demnach die Form. Das Vielfältige, Subjektive. Und Variation, gerade innerhalb von Wiederholung.

Wir verstehen Freiheit als das Wesen des Glücks. Wir suchen nach Gleichwertigkeit in der Bewegung und nach dem Ende von Hierarchie zwischen Körperteilen. Beziehungen zwischen Körperteilen verstehen wir wie Beziehungen zwischen den Performern innerhalb der Gruppe. Wir borgen uns Raumzeichnungen, Formationen und Fassungen aus dem Volkstanz und brechen gleichzeitig dessen Codes, damit die Substanz dahinter aufscheint. Wir beziehen Widerstand auf Fragen des Rhythmus und Protest auf Fragen der Organisation. Kann ein endloser, vereinigter, monströser Körper einer Gruppe zum Ort des Widerstandes werden?“ Isabelle Schad

Besetzung & Credits

Konzept und Choreografie: Isabelle Schad in Zusammenarbeit mit Laurent Goldring
Performance und Tanz: Juan Corres Benito, Frederike Doffin / Daniella Kaufmann, Hana Erdman, Naïma Ferré, Jasmin İhraç, Przemysław Kamiński, Roni Katz, Mathis Kleinschnittger, Inna Krasnoper, Zwoisy Mears-Clarke, Lea Moro, Benjamin Pohlig, Julia Rodriguez, Claudia Tomasi, Nir Vidan, Sunniva Vikør Egenes
Theoretische Begleitung: Gabriele Wittmann
Sounddesign: Damir Šimunović
Licht: Mehdi Toutain-Lopez
Kostüme: Lèa Girod
Lichtobjekte: Elias Macke
Produktionsleitung: Heiko Schramm
Assistenz: Angela Millano
Mit Dank an: Teresa Hoffmann, Volker Hüdepohl, Aoife McAtamney,Winfried Lotz-Rambaldi, Matthias Quabbe, Burkhard Bering sowieBonnie Bainbridge-Cohen, Jochen Knau und Heiko Schwarzburger
Produktion: Isabelle Schad
Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.
In Kooperation mit: Goethe-Institut Nigeria, Goethe-Institut Warschau, Art Stations Foundation Poznan, HochschulübergreifendesZentrum Tanz Berlin (HZT).
Unterstützt durch: Wiesen55 e.V.

HAU Hebbel am Ufer (HAU2)

Hallesches Ufer 32
10963 Berlin

hebbel-am-ufer.de
Karte

Tickets: +49 (0)30 259 004 27
tickets@hebbel-am-ufer.de

Videodokumentation

Die Videodokumentation wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa hergestellt. Im Rahmen dieses Auftrags werden Produktionen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Berlin dokumentiert. Die Masteraufnahmen werden von der Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin archiviert. Kopien der Dokumentationen auf DVD werden folgenden Archiven zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich im Präsenzbestand (an den Medienplätzen vor Ort) zur Sichtung zugänglich:

Universitätsbibliothek der Universität der Künste Berlin
Mediathek für Tanz und Theater des Internationalen Theaterinstituts / Mime Centrum Berlin
Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Isabelle Schad / Trailer und Videodokumentationen

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